Fortsetzung zu Teil 1
Und wie entwickelt man ein PR-Konzept, was gehört alles zu einer Detailplanung?
Kurz gesagt gibt es fünf Phasen:
- Situationsanalyse
- Problemstellung
- Planung
- Durchführung
- Erfolgskontrolle
Punkt 1 = Situationsanalyse
Die Grundlage einer jeden PR-Tätigkeit ist die gründliche Analyse des Ist-Zustandes. Das Unternehmen muss bereit sein, sich mit sich selbst und seiner Unternehmensidentität auseinander zu setzen.
Hauptfrage ist hier: Wer sind wir und wie sind wir zu dem geworden?
Die Informationen dazu kommen aus:
- der Marktanalyse –> Ermittlung der Stellung des Unternehmens auf dem Markt und gegenüber der Konkurrenz
- der Umfeldanalyse -> Ermittlung des Umfeldes des Unternehmens und der Produkte (gesetzliche Bestimmungen, Standortbedingungen, etc.)
- der Meinungsanalyse -> intern (Mitarbeiterbefragung) und extern (Imageanalyse)
Als Ergebnis aus der Situationsanalyse wird dann das Image – also das Bild, dass die Öffentlichkeit vom Unternehmen hat – mit dem Corporate Identity – dem Bild, das sich das Unternehmen selbst gibt – verglichen. Stimmt dies überein, besteht kein Handlungsbedarf. Gibt es aber Diskrepanzen, ist der nächste Schritt die Problemstellung.
Punkt 2 = Problemstellung
Die Situationsanalyse zeigt die Probleme auf, die mit dem PR-Konzept gelöst werden sollen. Aus den Ergebnissen müssen die Probleme klar formuliert werden. Sie bilden die Grundlage der Planung der PR-Aktivitäten.
Punkt 3 = Planung
Der erste Schritt innerhalb der Planung ist die Festlegung von Zielen. Aus der Situationsanalyse heraus werden
- langfristige
- mittelfristige
- kurzfristige
Ziele definiert.
Der zweite Schritt die die Zielgruppenbestimmung. Wer ist die Zielgruppe des Unternehmens, an wen sollen sich die PR-Maßnahmen richten.
Danach folgt als dritter Schritt die Formulierung der Corporate Identity. Die CI bildet sich aus:
- Erscheinungsbild = Corporate Design
- Kommunikation = Corporate Communications
- Verhalten = Corporate Behavior
Als
vierter Schritt werden die PR-Mittel festgelegt. Hier kann gewählt werden aus:
- internen Mittel, die sich an das Unternehmens selbst wenden (wie Hauszeitung, Betriebsmitteilungen, etc)
- externen Mittel, die sich an die gesamte Öffentlichkeit werden
- Veranstaltungen
- gesprochene, visuelle und audiovisuelle Mittel
Danach folgt in Step fünf die Budgetplanung. Eine klare Finanzplanung sichert die Durchführung der geplanten PR-Maßnahmen. In der Praxis werden die PR-Kosten oft mit dem Werbe-Etat abgedeckt. Durch die Vermischung der Zuständigkeit und Verantwortungen der einzelnen Bereiche ist aber eine getrennte Abrechnung sinnvoller.
Zuletzt erfolgt als Schritt sechs die Terminplanung. Nur durch eine genaue Festlegung der Maßnahmen werden die PR-Aktivitäten konkret. Ganz wichtig ist aber hier eine Abstimmung und Koordination mit allen Beteiligten.
Punkt 4 = Durchführung
Ist die Planung abgeschlossen, beginnt die Durchführung der Maßnahmen. Hier muss die Entscheidung getroffen werden, ob die Realisierung durch die interne PR-Abteilung oder durch eine externe Agentur erfolgen soll.
Punkt 5 = Erfolgskontrolle
Die Erfolgskontrolle ist sehr wichtig und kann Anregungen für die Gestaltung zukünftiger Konzepte geben.
Maßnahmen zur Kontrolle sind zum Beispiel:
- Erstellungen von Pressespiegeln oder Presseausschnittdienst
- Mitarbeiterbefragung
- Meinungsumfrage bei Handelspartnern
- Reaktion des Marktes, der Konkurrenz
- Beobachtungen des Verhaltens der Handelspartnern
- Untersuchungen durch ein Meinungsforschungsinstitut
- Personalbefragungen
- Statistiken
- Rücklaufquoten von Coupons, etc.
- Informationen der Außendienstmitarbeiter
- Beurteilung der Kreditgeber