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Archiv für Juli 2005

Die Definition ist eigentlich: Prägnanter, schlagwortartiger Werbespruch. Aber ist das wirklich alles, was ein Claim so beinhaltet und erfüllen muss?

Ulrich Görg hat sich im Marketingjournal mit dem Thema befasst und auch ein Buch darüber veröffentlicht.

Für viele Marketingverantwortlichen ist der Claim ein wichtiger Teil ihrer Arbeit geworden. Sich damit intensiv zu beschäftigen, bedeutet ein Haufen Arbeit. Ein Claim ist nicht nur ein Geistesblitz, sondern ein Baby, was richtig Zeit braucht. Denn ein häufiger Wechsel der Werbebotschaft verhindert die Profilierung der Marke. Die Konsumenten werden tagtäglich mit neuen Botschaften überhäuftt und haben gar nicht die Lust, sich immer wieder mit neuen Slogan zu beschäftigen. Daher ist oberstes Ziel, eine nachhaltige Verbraucherakzeptanz zu schaffen.

“Geiz ist geil”, “Wohnst du noch oder lebst du schon”, “Ich bin doch nicht blöd”... Wer kennt das nicht? Man kann sich diesen Claims schon gar nicht entziehen, egal, ob man es mag oder nicht. Und hier ist halt nicht nur der eigentlich Spruch gemeint, sondern alles, was mit einer ganzheitlichen und integrierten Kommunikation zu tun hat: Logo, Typo, Farbe und Design. Das Ziel ist, dass der Konsument die Aussage als stringentes Marketingerlebnis empfindet. Unbedingtes Muss dabei: Die Einhaltung der Faktoren Klarheit, Konsistenz und Konsequenz.

Und dann sind wir wieder am Anfang: Claims brauchen Zeit! Sie müssen zum Charakter und zum Auftritt der Marke passen. Sie brauchen eine Bühne, auf der sie wirkungsvoll inszeniert werden können. Wichtiger Faktor: Sympathie entscheidet, und nicht die Höhe des Werbebudgets. Denn teuer heisst noch nicht, dass es auch der Konsument gut finde und genau das tut, was man sich erhofft: Für Umsatz sorgen.

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Die Fachzeitschrift “Absatzwirtschaft” gibts ab sofort auch zum Hören.

Keine Zeit mehr zum lesen, denn “time is money”? Nun kein Thema mehr, einfach runterladen und per Ipod oder sonstigem MP3 Player auf dem Weg zur Arbeit hören.

Zwei kostenlose Testfiles kann man auf der Homepages runterladen.

Dort heisst es:
“Absatzwirtschaft-Audio bietet eine interessante und kurzweilige Zusammenstellung aktueller Artikel und Beiträge aus der Welt des Marketing. Jeden Monat! ”

Die Testfiles beschäftigen sich mit den “Briefen aus Amerika” von Yvette Schwerdt über Facetten und Entwicklungen der Marketingbranche in der USA. Die andere Datei widmet sich der Denker-Serie, einer Beitragsfolge in der Fachautoren über beeinflussende Strömungen im Marketing berichten und diese auch bewerten.

Das Angebot von absatzwirtschaft.de ist in Zusammenarbeit mit audible.de entstanden. Der Link www.absatzwirtschaft.de/audio verweist direkt auf die Seite und gibt auch Infos über die “Konditionen”...denn kostenlos ist das leider nicht.

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Wer kennt das nicht, man liegt abends in Ruhe auf dem Sofa und das Telefon klingelt. Die Ruferkennung zeigt nur “Hallo” an, und man ahnt es schon: Wieder ein Call-Center: Entweder eine “nette” Telefonstimme, oder immer öfter nur eine Computerstimme.

Detlev Brechtel hat sich für die “acquisa” auch mit dem Thema beschäftigt, genau wie genervte Bekannte in meinem Umfeld.
Die ungebetenen Anrufe zu jeder Tages- und Nachtzeit treten immer verstärkter auf.
Meist geht in bei diesen Anrufen um Werbung für Finanzdienstleistungen, Zeitschriften-Abos oder Glücksspiele. Das UWG scheint da wenig zu stören, es wird mit einer Schamlosigkeit dagegen verstoßen. Die eindeutige Rechtslage – solche Anrufe im B2C-Bereich sind verboten – hindert viele Call-Center nicht, diese Anrufe trotzdem zu tätigen. Die Abmahnungen dazu werden dann oft gerne aus der Portokasse bezahlt.

Wie viele sich wirklich davon gestört fühlen, weiß kein Mensch. Die Kaltanrufe ist aber laut Aussage von Edda Castelló, Juristin bei der Verbraucherzentrale Hamburg, eine Werbeform, die die Verbraucher nicht mögen.

Eine ganz andere Rechtslage weist die Kaltakquise auf, wenn der Endverbraucher ein Opt-in gegeben hat, also die Einwilligung zu solchen Anrufen.
Und auch im B2B-Bereich ist das Angebot der Call-Center Dienstleister legal. Hier darf ein Autohaus auch im Verlag anrufen und seine Leistungen zur Erweiterung des Fuhrparks anbieten.Warum diese Werbeform im privaten Bereich unzulässig ist und im Geschäftverkehr erlaubt, ist teilweise für die Call-Center schwer nachvollzieh- und trennbar.

Unschwer zu erkennen ist die Aktion der genervten Endverbraucher: Einfach auflegen!

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In den letzten Tagen ging wieder ein Thema durch die Fachpresse: “Kundenmagazine”.

Anscheinend entdecken nun nach den großen Unternehmen auch kleinere Betriebe den Vorteil dieser professionellen Kundenkommunikation. Das zeigt auch die neue Zahl der Einreichungen beim BCP – Best of Corporate Publishing. Im letzten Jahr wurden 515 Kundenmagazine eingereicht, dieses Jahr sind es schon 537 Stück.

Für den Mittelstand heisst es hier aber noch an der Qualität arbeiten. Teilweise sind es doch recht peinliche Blättchen, die den Kunden ins Haus flattern. Und das nicht nur vom Aufbau, sondern auch vom Inhalt. Selbstbeweihräucherung und die völlige Nichtbeachtung der eigentlichen Kundenbedürfnisse sind hier die häufigsten Fehler. Viele der Kundenmagazine sind einfach nicht innovativ genug oder arbeiten mit völlig falschen Konzepten – so Jens de Buhr, Geschäftsleiter des Hamburger CP Dienstleisters JDB. Und ein weiteres Manko: Kundenmagazine sollten professionell aufgebaut sein. In Eigenregie kann Corporate Publishing in die Hose gehen. Reine Inhouse-Lösungen rechnen sich nicht, sie binden die Mitarbeiter zu sehr und diese sind auch oft damit überfordert. Wer also schon in diese Art der Kommunikation investieren will, sollte nicht am falschen Ende sparen. Wer rechnen muss, der sollte lieber am Umfang als an der Qualität sparen: gedruckte Newsletter oder auch Online-Newsletter sind da eine gute Alternative, um Präsenz und Kompetenz zu zeigen. In der CP-Branche gelten Preise pro Seite zwischen 500 und 1500 Euro als normal, dazu kommen dann noch die Kosten für den Druck.
Wer sich über Text- und Bildhonorare informieren möchten, dem steht unter www.mediafon.net eine umfangreiche Datenbank zur Verfügung. Manche Angaben sind allerdings etwas mit Vorsicht zu genießen, wenn man mal genauer reinschaut. Aber eine grobe Info ist es sicherlich.

Was kann sonst noch davon abhalten, seine Kunden ständig über neue Entwicklungen im Unternehmen zu informieren? Anscheinend glauben viele Marketingverantwortliche nicht, dass sie genügend Stoff für regelmäßige Berichte haben. Aber dabei gibt es doch so viele kleine positiven Veränderungen, die nach außen getragen werden können. Aber auch hier ist der Grundsatz der Wahrheit zu beachten -> Halbwahrheiten und Übertreibungen können genau das Gegenteil bewirken. Und wenn das Material mal nicht ausreicht, kann es auch mit Produktangeboten gefüllt werden.
Einige Unternehmen verstehen ihr Kundenmagazin aber nicht nur als unternehmenbezogene Info. Hier werden auch Branchennews eingebunden, so dass aus dem Kundenmagazin eine Fachzeitschrift wird.

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Leider wird gerade im Mittelstand die PR-Arbeit unterschätzt und vernachlässigt. Dabei wird dies wichtiger denn je. Die Offenheit, Transparenz und Glaubwürdigkeit helfen nicht nur bei der Image-Bildung; diese Punkte werden heutzutage regelrecht zu Überlebungsfaktoren.

Der geschickte Umgang mit dem Medien hat immer mehr an Bedeutung gewonnen. Zunehmende Vergleichbarkeit der Produkte und Dienstleistungen zwingen die Unternehmen dazu, sich von der Konkurrenz abzuheben. Oft entscheidet gar nicht das Produkt selbst über den Kauf, sondern das Image des Unternehmens am Markt.
Viele Mittelständler aber denken von ihrem eigenen Betrieb: “Über uns gibt es nichts spannendes zu berichten”. Ist man so wenig von der eigenen Leistung überzeugt, von den eigenen Qualitäten?. Eigentlich ist es eher die Aussage, dass die Chefs die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben, oder sich lieber verstecken.

Mit einer guten PR kann man gezielt daran arbeiten, das Unternehmen in die Wahrnehmung der Konsumenten zu bringen. Dabei muss man aber den Unterschied zur Werbung beachten: Hier geht es nicht um die Vermarktung eines Produktes, sondern um die Imagebildung bei den Verbrauchern. Es soll der Bekanntheitsgrad der Firma oder des Produktes erhöht werden, Akzeptanz hergestellt werden, Kundenbindung verstärken und auch die Mitarbeiter mehr motitivieren.
Gerade im Moment ist die Chance, “gehört” zu werden, größer den je. Die vielen negativen Meldung der Wirtschaftspresse schreien gerade nach positiven Meldungen, nach neuen Entwicklungen, nach guten Umsatzzahlen oder neuen Produktideen. Müssen es immer die Großen sein, die dies veröffentlichen? Warum nicht auch mal eine Pressemeldung des kleinen Fachhandels am Ort, dass man mit dem Ergebnis des vergangenen Jahres zufrieden ist und man aufgrund der Umsatzentwicklung einen neuen Mitarbeiter einstellen kann?
Gegensätzlich dazu helfen auch Pressemitteilungen in wirtschaftlichen schlechten Zeiten, das Unternehmen in Erinnerung zu bringen. Um weitere Umsatzrückgänge zu vermeiden, sollte in schlechten Zeiten antizyklisch vorgegangen und viel mehr Mühe und Geld in die PR-Arbeit gesteckt werden.

Leider kommt aber noch ein Punkt dazu. Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben keine eigene PR-Abteilung oder PR-Verantwortliche. PR ist oft Chefsache – aber gerade diese haben recht selten eine Naturbegabung zur Öffentlichkeitsarbeit. So kann aus dem Schritt, an die Öffentlichkeit zu gehen, auch schnell ein Schuss nach hinten werden: Eine schlechte PR ist schlimmer als gar keine PR.

Dazu hier noch mal ein paar Tipps für eine effiziente PR:
1. Jede Chance für Gespräche mit Journalisten für Interviews nutzen.

2. Presseinformationen müssen echte News für die Zielgruppe des Mediums enthalten. Keine bekannten Fakten aufwärmen. Lebendige, anschauliche Fotos sind Türöffner zu den Redaktionen.

3. Presseinformationen stets mit den Augen des Journalisten schreiben. Professionelle Texte erleichtern der Presse die Arbeit, die Chancen auf Abdruck steigen.

4. Journalistenkontakte aktiv und kontinuierlich pflegen, Medien-Networking betreiben.

5. Die Medien auch in der Krise aktiv und offen informieren. Sonst haben plötzlich andere das Heft des Handelns in der Hand.

Und hier Beispiele für die größten Fehler in der PR

1. Anzeigen mit redaktionellen Berichten in Tageszeitungen, Wirtschaftspresse, Hörfunk und TV zu koppeln (Journalisten wollen unabhängig bleiben).

2. Die Story eines Journalisten vor Veröffentlichung sehen zu wollen (Interviews sind die Ausnahme).

3. Nicht genehme Journalisten vom Informationsfluss auszuschließen (gefährlicher Bumerangeffekt).

4. Durch platte Werbebotschaften die Medien zu verschrecken (Werbung gehört in die Anzeigenabteilung).

5. Die Wahrheit zu verschweigen und sich dabei erwischen zu lassen. (Im Zweifel kommen die Fakten doch ans Licht.)

(Quelle: acqusia.de)

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So, aus dem Urlaub zurück – daher auch die Ruhe hier in den letzten Wochen.
Dieses Jahr hat es uns mal wieder in die USA verschlagen, zu einer kleinen Reise nach Princeton, Washington, Atlantic City und natürlich New York.

“Werbungsmäßig” war ich doch von den Inhalten der bekannten Straßenwerbungen an den Interstate und Turnpikes sehr überrascht.
“Let us help you to have a baby” stand dort in großen Lettern, aber am besten fand ich doch das Schild von “www.betterdivorce.com”.
Da wird an der Straße für die bessere Abwicklungen bei Scheidungen geworben. Was fällt einem denn dazu ein.? Die Amerikaner haben dann wohl doch ein anderes Verständnis für manche Dinge und haben wohl auch einen anderen Bedarf als wir. ....oder wäre das hier noch eine neue Geschäftsidee? Gibts sowas in Deutschland schon?

Demnächst wieder News an dieser Stelle, jetzt heißt es erstmal Jetlag ausschlafen.
In dem Sinne: Have a good night.

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