Leider wird gerade im Mittelstand die PR-Arbeit unterschätzt und vernachlässigt. Dabei wird dies wichtiger denn je. Die Offenheit, Transparenz und Glaubwürdigkeit helfen nicht nur bei der Image-Bildung; diese Punkte werden heutzutage regelrecht zu Überlebungsfaktoren.
Der geschickte Umgang mit dem Medien hat immer mehr an Bedeutung gewonnen. Zunehmende Vergleichbarkeit der Produkte und Dienstleistungen zwingen die Unternehmen dazu, sich von der Konkurrenz abzuheben. Oft entscheidet gar nicht das Produkt selbst über den Kauf, sondern das Image des Unternehmens am Markt.
Viele Mittelständler aber denken von ihrem eigenen Betrieb: “Über uns gibt es nichts spannendes zu berichten”. Ist man so wenig von der eigenen Leistung überzeugt, von den eigenen Qualitäten?. Eigentlich ist es eher die Aussage, dass die Chefs die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben, oder sich lieber verstecken.
Mit einer guten PR kann man gezielt daran arbeiten, das Unternehmen in die Wahrnehmung der Konsumenten zu bringen. Dabei muss man aber den Unterschied zur Werbung beachten: Hier geht es nicht um die Vermarktung eines Produktes, sondern um die Imagebildung bei den Verbrauchern. Es soll der Bekanntheitsgrad der Firma oder des Produktes erhöht werden, Akzeptanz hergestellt werden, Kundenbindung verstärken und auch die Mitarbeiter mehr motitivieren.
Gerade im Moment ist die Chance, “gehört” zu werden, größer den je. Die vielen negativen Meldung der Wirtschaftspresse schreien gerade nach positiven Meldungen, nach neuen Entwicklungen, nach guten Umsatzzahlen oder neuen Produktideen. Müssen es immer die Großen sein, die dies veröffentlichen? Warum nicht auch mal eine Pressemeldung des kleinen Fachhandels am Ort, dass man mit dem Ergebnis des vergangenen Jahres zufrieden ist und man aufgrund der Umsatzentwicklung einen neuen Mitarbeiter einstellen kann?
Gegensätzlich dazu helfen auch Pressemitteilungen in wirtschaftlichen schlechten Zeiten, das Unternehmen in Erinnerung zu bringen. Um weitere Umsatzrückgänge zu vermeiden, sollte in schlechten Zeiten antizyklisch vorgegangen und viel mehr Mühe und Geld in die PR-Arbeit gesteckt werden.
Leider kommt aber noch ein Punkt dazu. Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben keine eigene PR-Abteilung oder PR-Verantwortliche. PR ist oft Chefsache - aber gerade diese haben recht selten eine Naturbegabung zur Öffentlichkeitsarbeit. So kann aus dem Schritt, an die Öffentlichkeit zu gehen, auch schnell ein Schuss nach hinten werden: Eine schlechte PR ist schlimmer als gar keine PR.
Dazu hier noch mal ein paar Tipps für eine effiziente PR:
1. Jede Chance für Gespräche mit Journalisten für Interviews nutzen.
2. Presseinformationen müssen echte News für die Zielgruppe des Mediums enthalten. Keine bekannten Fakten aufwärmen. Lebendige, anschauliche Fotos sind Türöffner zu den Redaktionen.
3. Presseinformationen stets mit den Augen des Journalisten schreiben. Professionelle Texte erleichtern der Presse die Arbeit, die Chancen auf Abdruck steigen.
4. Journalistenkontakte aktiv und kontinuierlich pflegen, Medien-Networking betreiben.
5. Die Medien auch in der Krise aktiv und offen informieren. Sonst haben plötzlich andere das Heft des Handelns in der Hand.
Und hier Beispiele für die größten Fehler in der PR
1. Anzeigen mit redaktionellen Berichten in Tageszeitungen, Wirtschaftspresse, Hörfunk und TV zu koppeln (Journalisten wollen unabhängig bleiben).
2. Die Story eines Journalisten vor Veröffentlichung sehen zu wollen (Interviews sind die Ausnahme).
3. Nicht genehme Journalisten vom Informationsfluss auszuschließen (gefährlicher Bumerangeffekt).
4. Durch platte Werbebotschaften die Medien zu verschrecken (Werbung gehört in die Anzeigenabteilung).
5. Die Wahrheit zu verschweigen und sich dabei erwischen zu lassen. (Im Zweifel kommen die Fakten doch ans Licht.)
(Quelle: acqusia.de)
___These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.