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Archiv für Oktober 2005

Es gibt kaum einen besseren Anlass, die Kundenbindung zum Unternehmen zu stärken. Doch leider heißt auch hier die Devise: „Gut gemeint ist fast das Gegenteil von gut“.

Mit falsch gewählten Worten in der Weihnachtspost oder falsch ausgewählten Präsenten kann man sich viel kaputt machen – ernste Beziehungsstörungen können die Folge sein. Massenabfertigung, keine individuellen Texte, fantasielos ausgewählte Geschenke sowie übertriebene Originalität werden von den Empfängern oft bestraft.
Daher ist es unbedingt notwendig, die unternehmenseigene Weihnachtspost frühzeitig vorzubereiten. Gut Ding will Weile haben und interessante, zielgruppengerechte oder Einzelkundenspezifische Geschenke bedürfen einer langen Planung.

Was soll mit einem Weihnachtsmailing oder –präsent erreicht werden?
Man möchte dem Kunden danken für das gut gelaufene Jahr, für die gemeinsamen Erfolge oder das gegenseitige Vertrauen. Da in der Vorweihnachtszeit viele Menschen emotionaler reagieren, sollte die Weihnachtspost auch entsprechend geplant werden. Massentexte, die erkennen lassen, dass die Post ohne viel Gedanken rausgeschickt wurde, sind ein absolut „No“. Kundennahe, geistreiche, gedankenvolle, engagierte Post aber kann genau das erreichen, was Ziel einer solchen Aktion sein sollte: Kundenbindung. Kann der Kunde erkennen, dass sich Gedanken um die Weihnachtspost gemacht und diese individuell gestaltet wurde, erkennt er auch die Wertschätzung, die ihm das Unter-nehmen entgegen bringt.

Dabei muss so eine Weihnachtspost nicht immer mit vielen materiellen Kosten im Einklang stehen. Persönliche, handgeschriebene Worte oder ganz persönlich ausgesuchte kleine Präsente lassen die Wichtigkeit des Kunden erkennen.

Hier zählt auch der Faktor „Klasse statt Masse“.

Anbei noch eine kleine Checkliste für die Weihnachtsaussendungen:

1. Struktur der Aussendung klären
2. Verteilung festlegen
3. Umfeldanalyse durchführen
4. Ideen sammeln
5. Zielgruppe definieren
6. Ablaufschema skizzieren
7. Mailingelemente festlegen
8. Durchführungsplan aufstellen
9. Werbemittel entwerfen
10. Rohtexte schreiben
11. Umsetzung freigeben

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Die Zeitschrift acquisa beschäftigt sich in der Oktoberausgabe mit der Zukunft des Marketing.

Interessant fand ich die Kurzfassung, was sich im Marketing in den kommenden Jahren ändern wird und auch muss:

1.) Verzahnung
Es muss eine stärkere Verschmelzung von Marketing und Vertrieb geben. Die Marketingaktionen müssen

  • gezielter
  • punktueller
  • zeit-, raum- und zielgruppenbezogener

werden.

2.) Produktdenken
Entscheidener als die eigentlichen Produkte werden die Verwendungszwecke, also der Nutzen und Zusatznutzen des Artikel werden. Service und Dienstleistung rund um das Produkt wird mehr an Bedeutung gewinnen.

3.) Direktvertrieb
Der unmittelbare Kontakt zum Kunden, zum Endabnehmer muss stärker in den Vordergrund treten. VKF am POS, Dialogmarketing, E-Commerce, Events und Networkmarketing werden an Bedeutung gewinnen.

4.) Regionalmarketing
Trotz Globalisierung steigt der Wunsch nach regionaler und lokaler Identität. Erstaunlicherweise sollen Heimatprodukte und räumlich begrenzte Marketingmaßnahmen für globale Marken wichtiger werden.

5.) Verknüpfung virtueller und realer Welten
Die Abgrenzung zwischen Internet und realer Welt wird stärker verschwimmen. Im Netz gebildete Communitys leben in der Realität weiter.

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Für Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes sind Messen und Events ein wichtiges Marketinginstrument. Sie haben mit 39 Prozent den höchsten Anteil an den Marketingaufwendungen, so das Ergebnis der Studie Direktmarketing Deutschland 2005, die von Marktforschungsinstitut Ipsos durchgeführt wurde.
In Euro ausgedrückt heisst das: 3,3 Milliarden Euro werden für Messen und Events ausgegeben, und “nur” 1,6 Milliarden Euro vom Gesamtbugdet von 8,4 Milliarden Euro für Anzeigenwerbung.

Bei Handelsunternehmen sieht es etwas anders aus: 13 Prozent beträgt hier der Anteil der Aufwendungen für Messen und Events. Hier liegen die adressierten Werbesendungen und die Anzeigenwerbung davor.
Auch im Dienstleistungsgewerbe liegen die Messen und Events auf dem dritten Platz, mit einem Anteil von 10 Prozent.

Fasst man nun alles zusammen, geben die deutschen Unternehmen insgesamt ca. 9,8 Mrd. Euro für Messen und Events aus. Das ist dann auch gesamt der dritte Platz. Für Anzeigenwerbungen werden 13 Mrd. Euro ausgegeben udn für adressierte Werbesendungen 11,8 Mrd. Euro. Insgesamt nutzen rund 31 Prozent der deutschen Unternehmen das Marketinginstrument Messen und Events.

Aufgeteilt nach der Größe der Unternehmen sieht das folgendermaßen aus:
Bei 67 Prozent der größeren Unternehmen (über 25 Mill. Euro Umsatz) wird dieses Instrument eingesetzt, bei mittleren Unternehmen ( 1-25 Mill. Euro Umsatz) erreicht der Anteil 41 Prozent und bei kleineren Firmen immerhin noch 24 Prozent.

Basis der Umfragen waren 3600 Firmen mit mindestens 250.000 Euro Jahresumsatz.

www.auma.de

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Die Kommunikationsagentur Ketchum hat zusammen mit der Content-Business-Agentur ein Ranking der wichtigsten deutschsprachigen Unternehmens-Blogs erstellt.

In den USA unterhalten bereits über 5000 Unternehmen einen Corporate-Blog. Und 65 Prozent der Marketingleiter planen dieses Kommunikationselement für die Werbung einzusetzen.
Ketchum interessierte, wie es in Deutschland aussieht und hat Klaus Eck, Betreiber von pr-blogger beauftragt, die deutsche Blogger-Szene zu durchforsten. Ergebnis ist die Top 100 der deutschen Blog-Seiten, abzurufen unter:

–> top100-business-blogs.de

Interessant ist, dass von den gut 200.000 deutschen Blogs nur ca. 300 von Unternehmen geführt werden.
Von den Top 100 werden 24 Blogs von IT-Unternehmen geschrieben und haben somit den stärksten Anteil. Gefolgt werden diese von den Marketers und den Unternehmensberatern.
Beherrscht wird die Szene von starken Unternehmenspersönlichkeiten und von Mittelständlern. Eine Ausnahmen bilden BMW, Smart, Frosta, Logitech und Yahoo. Ansonsten glänzen die DAX notierten Unternehmen in der Top 1oo mit Abwesenheit.

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Der Ipod und das Handy werden eine immer größere Rolle in der kommerziellen Kunden-Kommunikation spielen, laut den Teilnehmern der Konferenz Word-of-Mouth Marketing in Hamburg.

Ein neues Mittel zur Markenanreichung ist das Podcasting. Gemixt mit Product-Placement, bei dem die Konsumenten aufgefordert werden, Informationen auf den Internetseiten per Podcast abzurufen.
Seit der Einführung des Ipod kommt das Podcasting immer mehr zur Sprache, nur scheinen die Marketingexperten kein großes Interesse an dem Medium zu haben. Obwohl das Thema immer mehr in den Fokus rutscht, wussten 17 % von 354 befragten Marketingexperten nichts mit dem Begriff anzufangen. Mehr als zwei Drittel waren sich der Anwendungsmöglichkeiten der neuen Technologie noch nicht bewusst. Als Trend ohne direkten Einfluss auf den Marketing-Mix sehen 38 Prozent das Podcasting. Nur 9 Prozent sehen im Podcast Chancen fürs eigene Marketing.

Dr. Nils Andres, Geschäftsführer des Brand Sciene Institute sieht das anders: “Podcasting bietet die Möglichkeit, vor allem attraktive Nischenzielgruppen mit bestimmten Marketinginhalten fokussierter zu erreichen”. In den USA wird nach seiner Aussage das Medium bereits verstärkt zur Produkt- und Markenkommunikation eingesetzt. “Auch in Deutschland wird man sich dem Podcasting durch die immer stärke Marktdurchdringung von tragbaren Endgeräten nicht entziehen können. Mit prognostizierten Wachstumsraten von durchschnittlich mehr als 70 Prozent pro Jahr entwickelt sich der Markt sehr schnell.’

Eine kleine Erläuterung:

Das Wort Podcasting leitet sich ab vom englischen Wort broadcasting und dem weit verbreiteten MP3-Player iPod von Apple. Podcasting bezeichnet das Produzieren und Veröffentlichen von Audiodateien über das Internet. Die Dateien, ob Musik oder Text, können auf einen beliebigen MP3-Player geladen und so überall zu einem gewünschten Zeitpunkt gehört werden.

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Eine neue Studie belegt, dass die PR-Arbeit in den mittelständischen Firmen nicht so eingesetzt wird, wie sie könnte.

Das geht aus einer Studie der Frankfurter Initative Industrie-Kultur hervor. Aus den rund 1000 Unternehmen gaben 31 Prozent an, dass für sie Öffentlichkeitsarbeit eine Instrument der Werbung oder des Marketings ist, und keine Aufgabe der Geschäftsführung.

Immerhin betreiben ca. 94 Prozent PR, und sind sich somit der Wichtigkeit dieses Instrumentes bewusst. Aber oft liegt die Arbeit nicht in den entsprechend qualifizierten Händen.

Nur in jeder zweiten Firma wird die Öffentlichkeitsarbeit von der Geschäftsleitung betrieben. Bei einem Drittel untersteht diese Arbeit dem Marketing, bei 14 Prozent dem Vetrieb und bei 7 Prozent bei der Werbeabteilung. Weniger als ein Drittel der Unternehmen beschäftigen einen PR-Beauftragten.

Diese Tatsachen führen dazu, dass oft Botschaften mit wenig Originalität nach Außen gegeben werden und dementsprechend groß das Desinteresse der Medien ist. Über 80 Prozent liefern Produktinformationen und Allgemeines über das Unternehmen.
Dagegen stehen die Wünsche, mehr in der Presse vertreten zu sein. 44 Prozent der Befragten wären gerne häufiger in der Fachpresse, 37 Prozent sehen sich in der Fachpresse unterpräsentiert.

Die Forderung dazu von Richard Bachinger, Initiator der Befragung: “Man muss aufhören, Öffentlichkeitsarbeit mit Werbung zu verwechseln”.

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In den letzten Wochen war ich so sehr mit anderen Dingen beschäftigt, dass die tolle neue Kampagne “Du bist Deutschland” weit an mir vorbei gegangen ist.

Gleich nachgeholt und nach anschauen der Spots frage ich mich echt, wer sich das hat einfallen lassen.

Eins ist sicher richtig, wir Deutschen sollten auch mal Stolz auf uns und unser Land sein dürfen. Durch diverse Aktivitäten unter der Leitung eines Österreichers sind immer noch alle Deutschen dazu verdammt, niemals zum Ausdruck bringen zu dürfen, dass auch wir in den letzten Jahren viel Gutes getan haben. Vergessen sollten wir das alle niemals, aber die Leute, die das getan haben, sind inzwischen so gut wie alle gestorben.
Und der zweite Punkt ist sicherlich auch richtig: Jammern bringt uns alle nicht weiter. Wer nur zuhause sitzt und meckert, anstatt die Füße aus dem Haus zu kriegen und was zu bewegen, der kann auch einfach nicht erwarten, dass es ihm besser geht.
Aber - die Sprüche von wegen, sieh selbst zu, wie du was bewegst und verlass dich nicht auf Andere sind der blanke Hohn für alle, die jahrelang horrende Beiträge im Rahmen der Sozialversicherungen geleistet haben und als Dank dafür jetzt alleine darstehen.
Wie kann es sein, dass wir jeden Monat so viel vom Gehalt abgezogen bekommen und uns dann auch dafür entschuldigen müssen, wenn wir - aufgrund verkorkster Wirtschaftslagen - unsere Betriebe nach und nach pleite gehen und wir auf der Straße stehen.
Ist das der Dank dafür, dass wir diese Beträge in unser Land und nicht in unsere eigene Versorgung gesteckt haben?

Daher meiner Meinung nach eine gute Idee, aber völlig falsch umgesetzt. Aber bildet euch selbst euer Urteil.

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Laut der Studie “Kundenmonitor” der Münchner Servicebarometer AG steigt die Zufriedenheit der Verbrauchen mit den Unternehmen. Ist Deutschlands Service doch besser als der Ruf und die noch derzeitige persönliche Empfindung?

19.400 Befragte beurteilten 12 von 19 Branchen besser als noch 2004. Hier ist besonders das Preis-/Leistungsverhältnis besser bewertet worden. Entgegen diesem Trend schnitten aber die Stromversorger deutlich schlechter ab - der komplizierten Rechnungsstellung sei Dank.

Auf Platz eins mit Note 1.94 stehen die Optiker, gefolgt von den Reiseveranstalter mit 2.07. Auf Platz drei bis fünf sind die KFZ-Versicherer, Buchversender/Clubs und Kaffeefachgeschäfte aufgeführt.

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Können wir uns auf eine neue Auflage der Werbung Media-Markt/Oliver Pocher freuen? Laut der w&v laufen wohl neue Verhandlungen, und es muss nur der Vorstand abnicken. Von der Werbeagentur und vom Unternehmen war aber keine Stellungsnahme zu bekommen.

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Ich habe mich in der letzten Woche sehr intensiv mit dem Marketing-Management-Prozess beschäftigt. Als wichtiger Punkt in der Kette ist dort der Punkt “Controlling” aufgeführt.
Also ein Grundelement im Marketing, oder auch verallgemeinert im Management-Kreislauf. Jede Strategie bedarf einer Kontrolle und ständiger Überprüfung.

Anscheinend denken aber gerade die kleinen Unternehmen nicht daran, die eigene Strategie fortlaufend und am Ende von einzelnen Maßnahmen zu überprüfen.
Die Fa. Sage Software - Anbieter von betrieblicher Software für kleine und mittlere Unternehmen - hat ihre eigene Zielgruppe untersuchen lassen. Es wurden mehr als 220 Entscheider und Geschäftsführer aus Unternehmen mit bis zu 200 Mitarbeitern befragt. Die Firmen kommen aus dem Bereich Dienstleistung, Großhandel, Einzelhandel, öffentliche Verwaltungen, Industrie und Baugewerbe und wurden auf den Einsatz von Controlling-Instrumenten interviewt.
Das erstaunliche Ergebnis: Mehr als die Hälfte antworteten, sie betrieben überhaupt kein Controlling. Je mehr Mitarbeiter, desto mehr wird zwar das Controlling als wichtiger erachtet, aber trotzdem verzichten immer noch 48 % befragten Unternehmen gänzlich auf professionelle Planung und Steuerung ihrer Unternehmung. Betrachtet man die Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern, waren es mehr als zwei Drittel.

Interessant ist noch der Blick in die Branchen: In der Gruppe der “Nicht-Nutzern” einer Controlling-Software kommen vor allem die öffentliche Verwaltung und über dreiviertel des Einzelhandels vor. Auch der Großhandel verzichtet in 48 % der Fälle auf eine Planung und Steuerung. Aber besonders kritisch sieht es in der Baubranche aus: Dort vernachlässigen über 50 % der Betriebe ihre Zahlen. Erschreckenderweise dicht gefolgt mit 40 % von der Dienstleistungsbranche und Industrie.

Im Zeitalter von Basel II kann sich das aber ganz schnell rächen. Ohne Controlling ist eine Basel II konforme betriebswirtchaftliche Planung, Steuerung und Kontrolle nicht möglich. Zu den
Kernkriterien gehörern hierbei die Informationsaufbereitung und die Kennzahlenanalyse. Spätestens beim nächsten Kreditantrag wird sich das Unterschätzen der Wichtigkeit des Controllings bemerkbar machen.

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