Archiv für Dezember 2005

Wer genug hat von Weihnachtsstimmung und Gänsebraten, der kann kurz mal sein Hirn anstrengen und sein Marketingwissen testen.

Die Zeitschrift “absatzwirtschaft” hat in Ihrem Internetportal einen kleinen Marketing-Test aufgebaut - zu finden hier.

Viel Spaß!

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Jeden Monat landen mehr als eine Milliarde Werbe-Emails in den Postfächern der deutschen Internet-Nutzern. 40 Prozent davon sind Spam-Mails, also Massenmails ohne rückverfolgbare Webadressen. Dies hat eine Studie der GFK in Nürnberg ergeben.

Am Donnerstag und Freitag werden die meisten Werbemails verschickt, um die Kaufentscheidungen für das Wochenende zu beeinflussen.

Und wer verschickt die meisten Werbe-Mails?
Bei den seriösen Anbietern ist das der klassische Versandhandel wie Quelle und Tchibo mit 9.2 Prozent Anteil an allen Werbe-Emails. An zweiter Stelle stehen die Internetdienstleister wie GMX und web.de mit 7.4 Prozent. Deren Zielgruppe sind die Internet-User unter 30 Jahren. An dritter Stelle folgen dann mit 5.6 Prozent Verlage und Medien, gefolgt von PC-Software- und Elektronikanbietern mit 4.9 Prozent.

Generell entfallen laut der Studie mehr als zwei Drittel aller Werbekontakte auf Emails. Die Vorreiter hier ist die Telekommunikationsbranche, und ganz weit abgeschlagen ist die Versicherungsbranche. Hier liegt der Anteil der Werbe-Mails unter 4 Prozent.
Die gute “alte” adressierte Postwerbesendung hat danach einen Anteil von ca. 27 Prozent aller direkten Werbekontakte. Das Telefon ist dabei so gut wie abgeschlagen und spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Stichprobengröße der Studie: 10.000 Menschen aus 4.500 Haushalten.

www.gfk.de

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Die 3. Auflage des Handelslexikons der Metro Group ist erschienen.
Diese interessante und praxisorientierte Zusammenstellung von branchenrelevanten Daten, Fakten, Terminen, Adressen und Literatur zum Handel ist wieder vollständig überarbeitet worden.

Neben aktuellen Daten, rund 50 Schaubildern, einem rund 300 Begriffe umfassendes Glossar gibt es dieses Jahr zwei Themenspecials: “Marken in Handel” und “RFID”.

Zu beziehen ist dieses Lexikon kostenlos unter:
www.metrogroup.de/handelslexikon
oder per Email: handelslexikon@metro.de

Der Versand geht fix, innerhalb ein paar Tage ist die Ausgabe bei mir angekommen.

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Noch mehr Werbung im TV? Die EU-Kommission hat den Reformvorschlag für die Novellierung der Fernsehrichtlinie abgesegnet. Jetzt sollen nach den Plänen der Kommission mehr Freiheiten für die Platzierung der Werbung eingeräumt werden. Sprich: Das Blockwerbegebot soll entfallen. Bisher dürfen die Spots nur im Ausnahmefall einzeln platziert werden. Die Sender sollen dann selbst entscheiden können, wann und wie oft sie ihr Programm für Werbung unterbrechen.

Und es ist eine Liberalisierung von Product Placement angedacht. Dies war ja schon vorher heftig umstritten - immer wieder an dem Beispiel “Marienhof” - und sorgt jetzt für noch mehr Aufruf in den Verbänden bei Zeitschriften, Zeitungen und Verbraucherschützern. Es wird befürchtet, dass sich dadurch das Medium TV den anderen Medien gegenüber schlechter stellt.

Und jetzt mal so als “Privatmensch” ohne Marketingmütze:Ich gucke eh kaum noch das ganz normale Fernsehprogramm, weil mich die Werbung jetzt schon nervt. Was wird wohl passieren, wenn noch mehr Werbung kommt???

Ein kleiner Lichtblick: Es ist noch nicht ganz sicher, welche und wann die geplanten Neuerungen umgesetzt werden. Das Papier muss noch die EU-Regierungen und das Parlament passieren. Eine Umsetzung in nationales Recht wird frühestens 2008 erwartet.

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Marketingcontrolling, immer wieder ein Thema, das gerade von der KMU viel zu fahrlässig behandelt wird.

Das Titelthema der neuen Ausgabe der “acquisa” bringt mit einer Aussage den Kern auf den Punkt:

“Wer die Effektivität seiner Marketingmaßnahmen überprüft, kann gewinnbringend investieren”.

Aber was ist Marketingkontrolle eigentlich: Kurz gesagt:

Marketingkontrolle ist die schematische Prüfung bzw. Überprüfung der

  • Marketingziele
  • Marketingaktivitäten
  • Marketingorganisation
  • Marketingmitarbeiter

Man kann grundsätzlich auf zwei verschiedenen Wegen kontrollieren:

1.) die Ex-Post-Kontrolle
Nachträgliche Kontrolle,die über die Wirkung der Maßnahme informieren

2.) die Parallelkontrolle
die ständige Kontrolle der laufenden Prozesse, die Ergebnisse fließen gleich in den Prozess ein, es erfolgen Korrekturen

Zusätzlich unterscheidet man in die

1.) Ergebnisorientierte Marketingkontrolle
Submixbezogen = Kontrolle der einzelnen Strategien/Maßnahmen
Gesamtbezogen = Gesamtkontrolle aller Bereiche

2.) Prozessorientierte Marketingkontrolle (auch Marketing-Audit genannt)
Hier werden die Prozesse und Verfahren kontrolliert wie
- Verfahrens-Audit
- Strategien-Audit
- Marketing-Mix-Audit
- Organisations-Audit

Nach der Festlegung der Unternehmensziele, und Definierung der Marketing-Teil-Ziele läuft der Marketing-Controlling-Prozess folgendermaßen ab:

1.) Auswahl der Kontrollgrößen
2.) Festlegung von Soll-Werten
3.) Ermittlung der Ist-Werte
4.) Vergleich Soll-/Ist und Analyse
5.) Beseitung der Abweichungsursachen

Und gerade der erste Punkt - Auswahl der Kontrollgrößen - bereitet vielen Unternehmen Probleme. Es wird getüftelt und probiert, um die besten Messansätze zu finden, um die besten Kenngrößen zu entwickeln. Standards sind kaum vorhanden, und können auch nicht Allgemeingültig entwickelt werden. Klassische Ansätze sind Umsatz, Deckungsbeiträge und Marktanteile, sowie Response- und Klickraten bei z. B. Coupon-Aktionen oder Mailings. Ebenso sind bei VKF-Maßnahmen, Messen und Events die Zahl der Kontakte recht einfach zu ermitteln.

Aber nicht nur die Quantität soll/muss bewertet werden, sondern auch die Qualität. Die Anzahl der Klicks entspricht nicht der umsatzbringenden Kunden, und die Anzahl der Messestandbesucher sagt auch noch nichts über die Höhe der Aufträge aus.

Damit ist zu erkennen, dass die wichtigste Aussagen beim Marketingcontrolling folgende sind:

  • Festlegung der Marketingziele
  • Festlegung der Kenngrößen/Sollwerte

Und noch zwei Punkte sind ganz wichtig:

  • Die Flexibilität gewährleisten: Der Prozess darf nicht zu star organisiert sein, die Märkte verändern sich heute rasant schnell und dementsprechend schnell muss eine Anpassung möglich sein.
  • Mitarbeiter einbinden: Alle am Prozess beteiligten Mitarbeiter müsse Zugriff auf die aktuellen Daten und die Möglichkeit zur Ergänzung von Informationen haben. Nur so ist garantiert, dass der Controlling-Prozess immer “up to date ” ist.
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Wißt ihr noch, wie schön es ist, wenn man lange und viel für ein Ziel gelernt hat, und dann ein positives Ergebnis dafür bekommt? Ich habe es heute erfahren und tanz gerade um den PC. …
Im Januar gehts dann noch zur mündlichen Prüfung, und dann bin ich endlich fertig…

Es wird ein guter Tag heute, und dazu scheint die Sonne.

Mit den besten Grüßen an Ruth, Martina, Madeleine, Sabine, Stefanie und Margit! Frauenpower! Nun zeigen wir der Männerwelt, was Marketing ist!

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Georg hat es seinem Kommentar angesprochen, oft ist der Wille zur Verbesserg und Planung da, aber manchmal fehlt einfach der richtige Weg, der richtige Ablauf.

Daher hier noch einmal zur kleinen Hilfestellung der sogenannte Management- Prozess oder bezogen auf das Marketing der “Marketing-Planung-Prozess”, den man für alle geplante Aktivitäten einsetzen kann (in ganz ganz kurzer Form ausgedrückt):

1. Schritt: Die Lage-/Situationsanalyse (Analyse der Ist-Situation)
beinhaltet:

  • die Umweltanalyse -> Markt- und Konkurrenzanalyse (Daten zum Markt, zum Verbraucher, zum Produkt, zum Handel/Absatzmittler, zur Konkurrenz/ Wettbewerb)
  • die Umfeldanalyse -> Auswertung aller internen Faktoren wie Umsatz, Absatz, Kundenstatistiken, Deckungsbeitragsrechnungen, etc.

2. Schritt: Die Prognose (Markt- und Absatzprognose, Abschätzung der zukünftigen Marktlage)
Zentrale Frage: Wie werden sich die Einflussfaktoren und damit die Märkte entwickeln?

beinhaltet:

  • Gesamt- und Einzelprojektion von Konjunktur, Absatz und Konkurrenz- entwicklung
  • Swot-Analyse
  • Produkt-Markt-Analyse
  • Portfolio-Analyse

3. Schritt: Fixierung der Marketingziele
beinhaltet:

  • Entwicklung von strategischen und operativen Zielen
  • Festlegung von quantitativen und qualitativen Zielen
  • Entwicklung von Absatzplänen

4. Schritt: Entwicklung der Marketingstrategien
beinhaltet:

  • Fixierung von Basistrategien und Instrumentalstrategien
  • Verteilung der Ressourcen auf die Marketing-Mix-Elemente (Alternativenbildung)
    • Produkt- und Programmpolitik
    • Preispolitik
    • Distributionspolitik
    • Kommunikationspolitik
  • Entscheidung für den optimalen Marketing-Mix (sogenannter “Submix”) aus der Anzahl der alternativen Strategien. Es ist die Strategie auszuwählen, die die gestreckten Ziele am wirtschaftlichsten erreichen läßt.

5. Schritt: Plandurchführung über Produkt- und Funktionspläne
beinhaltet

  • die Detailplanung der Maßnahmen
  • die Durchführung der Maßnahmen

6. Schritt: Marketingcontrolle (Plankontrolle)
Ermittlung von Soll-/Istabweichungen durch Gegenüberstellung von Zielen und Ergebnissen

beinhaltet

  • die ständige laufende Kontrolle während der Maßnahme/des Prozesses zur schnellen Plananpassung und Korrektur
  • die Expost-Kontrolle nach Abschluss der Aktivität
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Ab sofort gibt es meine Podcasts auf der separaten Seite mediabroadway.de. Schaut einfach mal vorbei! Auch in Itunes ist Mediabroadway schon vertreten.

Podcast Mediabroadway

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Mittelständler investieren gerne ins Marketing. Das ist die zentrale Aussage einer neuer Mind-Studie, die Impulse zusammen mit der Sparkassen Finanzgruppe durchgeführt hat.
Daraus geht hervor, dass die Aufwendungen für Marketing und Werbung direkt an zweiter Stelle nach den Ersatzanschaffungen steht.

Konkret heißt das, bei den Ausgaben für die nächsten 5 Jahre bei 1150 Entscheidern folgendes geplant ist:

  • 37,3 Prozent planen Investitionen in Ersatzanschaffungen
  • 34,3 Prozent wollen in Marketing und Werbung investieren
  • 30,6 Prozent in Vertrieb und Verkauf
  • und nur 5,5 Prozent in Forschung und Entwicklung

In Zahlen ausgedrückt heißt dies, dass die Entscheider 448 Millionen Euro in den nächsten 5 Jahren für Marketing und Werbung ausgeben wollen.

Aber anscheinend sind Plan und Durchführung dann wieder zweite Welten: Weit über ein Drittel - 35,7 Prozent - der mittelständischen Unternehmen haben keine konkrete Konzepte und Planungen für Marketing/Werbung. Und beim Vertrieb/Verkauf fehlt dies sogar bei 44,6 Prozent. Je größer aber ein Unternehmen ist, desto geringer werden diese Anteile. Bei der Umsatzklasse von 2.5 Mio. Euro und mehr sinkt dann der Prozentsatz der “Konzeptlosen” auf 19,6 bzw. 21,7 Prozent.

Die Studie ist hier zu finden.

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