Die gute alte Plakatwerbung
Geschrieben von: Renate in Marketing allgemein, Werbung | wong it!Bei den vielen neuen Medien vergessen wir manchmal bei der Werbung die klassischen Werbeträger, die noch gar nicht ausgedient haben. Wie oft stehen wir mit dem Auto an der Ampel und starren auf ein Werbeplakat. Und merken damit, so out ist das gar nicht.
Plakatflächen sind auch mit relativ kleinem Budget erschwinglich und für regionales Marketing auch für kleine und mittlere Unternehmen gut geeignet. Durch die lokale Steuerbarkeit bis hin zur Einzelbelegung kann man hier schwache Verkaufsgebiete gezielt mobilisieren.
Schwierig wird es, wenn man Zielgruppen mit bestimmten demografischen Eigenschaften oder Persönlichkeitsmerkmalen ansprechen will - hier sind die “Streuverluste” doch recht hoch. Doch bei einer geschickten Wahl des Standortes muss fast “jeder” an der Plakatwerbung vorbei.
Es gibt auch die Möglichkeit, nur einen ganz bestimmten Standort zu buchen. Doch dabei sind dann die Herstellungskosten zu beachten, ca. 400,00 Euro (ohne Gewähr). Bei einer Platzierung von 10 Plakaten würde sich der Stückpreis schon auf ca. 100,00 Euro runterbrechen.
Gestaltung
Die Großfläche hat ein Format von 3,6 x 2,6 Meter, das entspricht 18 DIN A1 Plakate. Daher spricht man auch von 18/1. Die Wirkung eines solches Plakats liegt in der Fernwirkung. Viel Text hat auf den Plakatwänden nichts zu suchen. Einfache Botschaften mit maximal fünf Worten geben die Möglichkeiten, den Text auch im Vorbeifahren zu erfassen.
Besondere Beachtung sollte auf den Logo des Unternehmens liegen. Damit ist der Absender der Botschaft klar erkenntlich.
Bei Bildern und Motiven sollte auf große, eindeutige und auffällige Variante zurückgegriffen werden. Hier ist es besser, ein Motiv auszuwählen, als eine Collage zu erstellen. Lieber auf das beste Bild zurückgreifen.
Und woher weiß man beim Planen, wie das Motiv dann aus 50 Meter Entfernung wirkt? Einfach einen DIN A3 Ausdruck machen und von 5,5 Meter Entfernung aus betrachten.
Mediaplanung
Die Buchung solcher Kampagnen erfolgt meist im 10 Tage Rhythmus. Soll eine Mindestabdeckung erreicht werden, ist die Basis eine Belegungsdichte von 1:3000.
Für die geplanten Standorte sollten vom Plakatdienstleister Nachweise für die Werbeleistung angefordert werden. Das heißt, es ist inzwischen fast für jeden Standort bekannt, wie viele Menschen pro Stunde passieren und wie viele sich daran an ein Plakat erinnern können. Man bezeichnet dies als den “G-Wert”, dervon der Gfk regelmäßig ermittelt wird.
Die Erreichnung nur einer bestimmten Zielgruppe ist bei der Plakatwerbung schwierig. Wer daran vorbeigeht, läßt sich schlecht steuern. Aber durch die gezielte Wahl der Standorte kann man ein einigermaßen homogenes Zielpublikum erreichen. Sportplatz, Museen, Theater, Kneipenszene - jede Zielgruppe hat ihre Treffpunkte.














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