Die Onlineshops haben die Konzepte der klassischen Ladengestaltung aufgegriffen und verbessert. Viele Dinge können sich die Händler somit bei guten Online-Shopping-Center abschauen und dadurch Ihren Laden für den Kunden übersichtlicher und attraktiver machen.

Grundgedanke ist: Wie befriedige ich die Informationsbedürfnisse des Kunden. Ausgangspunkt ist die Frage: Wie würden sich die Kunden im Laden bewegen, wenn er nicht aus greifbaren Artikeln, sondern nur aus Daten bestehen würde.

In den meisten Ladenlokalen stehen die beliebstesten Artikel ganz hinten. Dadurch wird der Kunde “gezwungen”, erst durch die anderen Sortimente zu gehen. Ziel ist es, dadurch Zusatzverkäufe anzuregen. Im Internethandel aber kann der Kunde direkt auf die gewünschten Artikel klicken und ist somit viel schneller am Ziel.

Dieses Konzept kann man übertragen, wenn man eventuell die gesamte Produktpalette bereinigt. Kategorien mit geringem Warenumschlag - die sogenannten Penner - sollten konsequent aus dem Sortiment genommen werden. Dadurch steht den gewinnbringenden Sortimenten mehr Platz zur Verfügung. Dieser kann für “Wareninseln” der am häufigsten nachgefragten Produkte verwendet werden. Ergebnis: Die Kunden finden schneller was sie suchen und sind somit zufriedener.

Das Thema “Zusatzverkäufe” kann dann dadurch angeregt werden, dass diese Wareninseln auch die Zusatzprodukte beeinhalten. Gut zusammengebracht wird bei dem Kunden ein sinnvoller Zusatzbedarf geschaffen, der sofort befriedigt werden kann. Zu Zeiten der Discounter und Billig-Preis-Märkte kann sich ein guter Fachhandel dadurch abheben, dass er mit “Cross-Selling-Produkten” Kaufanreize schafft. Ein gut ausdekorierter Tisch mit allen Produkten zu dem Thema schafft Emotionen und Lust zu kaufen.

Im Internet steht kein persönlicher Berater zur Verfügung. Daher sind die Artikel in Online-Shops mit vielen Detailinformationen versehen. Auf den ersten Blick erkennt der Kunde das Wichtigste, bei Wunsch kann er sich mehr Infos herunterladen.
Im Ladengeschäft kann man dies nutzen, in dem man an den Ladenregalen die wichtigsten Produktmerkmale anbringt. Detailinformationen können dann in Form von Katalogblättern oder Schaubildern in greifbarer Nähe ausgelegt werden. Wichtig: Kein Informationsüberfluss. Der Kunde, der nur schnell etwas besorgen will, darf dadurch nicht behindert werden.

Und zu guter Letzt: Soll sich der Kunde schnell zurechtfinden, helfen gut angebrachte Sortimentsschilder über der Ware. Raumhohe Regale bieten zwar viel Platz, versperren aber die Sicht und lassen den Kunden durch den Laden irren. Ein gutes Leitsystem hilft bei der Orientierung und verhindert den Frust, dass man eine Artikelgruppe erst lange suchen muss.

Und was ist mit Artikeln, die nicht im eigenen Sortiment abgedeckt werden können. Kunden sind dankbar, wenn sie schnell erfahren, wo sie diese Produkte kaufen können. Eine Kooperation mit anderen Geschäften und somit Empfehlungsmarketing ist sicher ein guter Schritt, um die Kundenzufriedenheit noch weiter nach vorne zu bringen.

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