Archiv für September 2006

Bei der PR-Arbeit in Deutschland wird rund 20 Prozent des Budgets zum Fenster rausgeworfen. Das ist das Ergebnis der Studie „PR Trendmonitor“ von news aktuell und der Hamburger PR-Agentur Faktenkontor. An der Befragung im Juli und August 2006 haben 2.251 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen und Pressestellen teilgenommen.

Grund dafür sind oft historische Altlasten, Sonderwünsche der Geschäftsführung und interne Unternehmenspolitik. 58 Prozent der Pressestellen und 45 Prozent der Agenturen sehen Effizienzmängel bei der Verwendung des Budgets.

Im Detail hat die Studie ergeben:
55,2 Prozent der Unternehmen müssen mit den Budgets politischen Anforderungen aus den eigenen Reihen gerecht werden. Die Sonderwünsche der Geschäftsführung führen 53,8 Prozent der Unternehmen zu unnötigen Ausgaben.
Bei den Agenturen sieht das nicht das nicht anders aus: Hier sind es sogar 64 Prozent, die sich von hausinternen politischen Anforderungen zu Mehrausgaben verleiten lassen (müssen).

Jede dritte Pressestelle und Agentur glaubt, dass im Schnitt rund 20 Prozent des Budgets effizienter eingesetzt werden könnten. Der Handel und das produzierende Gewerbe schneidet dabei etwas besser ab als die Dienstleistungsbranche.

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Der Klassiker ist am POS immer noch die werbewirksamste Maßnahme. Immerhin lassen 71 Prozent der Konsumenten ihre Kaufentscheidungen von den Flyern lenken. Vor 4 Jahren waren das mit 74 Prozent nur 3 Prozent mehr.

Das geht aus der Studie “POS-Maßnahmen im Verbrauchermarkt” hervor, die die GFK Panel Services im Sommer 2006 durchgeführt hat. 1.465 Verbraucher und 252 Marktleiter in Verbrauchermärkten und SB-Warenhäusern verschiedenster Handelsunternehmen wurden in persönlichen Interviews befragt.

Doch nicht nur am POS erreichen die Handzettel die Verbraucher. Auch 4 von 5 Konsumenten erhalten regelmäßig Handzettel per Post. Nicht einmal jeder 10 Konsument wirft die Prospekte umgehend weg. Und immer noch gelten diese Werbemittel als Basis für den nächsten Einkauf, zur gezielten Suche nach Sonderangeboten und Informationen über die Produkte.

Gestiegen ist am POS der Einfluss aus Produktproben und Flyern. 2002 nannte nicht mal jeder Dritte Probierhäppchen und -päckchen für seinen Einkauf relevant, sind es jetzt mittlerweile fast die Hälfte aller Verbraucher.

Wie die POS Maßnahme gestaltet ist, hängt von dem Produkt und der Zielgruppe ab. Generell sprechen die meisten Aktionen gerade die jüngeren oder älteren Verbraucher an, ohne Geschlechtsunterscheidung. Die Onpack-Aktionen (Promotionspersonal, Produktzugaben, Ladendurchsagen und Verkaufsradiosendungen) nehmen Männer eher wahr als Frauen. Diese achten stärker auf die Hand- und Werbezettel.
Von dem Promotionspersonal stärken angesprochen fühlen sich die über 50-Jährigen.

Bei 97 Prozent der Aktionen am POS war in diesem Jahr bereits Promotionspersonal vor Ort. 2002 waren das mit 98 Prozent fast die gleiche Menge.

Nachgelassen hat aber der Einsatz von Display-Aktionen. Die dekorierten Warenaufbauten waren 2002 mit 97 Prozent noch die am zweithäufigsten umgesetzte POS-Maßnahme. In diesem Jahr setzen die Hersteller dieses Mittel nur noch mit bis zu 90 Prozent ein.

Und gewonnen haben am POS die Coupons und Rabattgutscheine. Drei Viertel der POS Maßnahmen wurden 2006 bereits davon begleitet, 2002 waren es nur 50 Prozent.

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“Gibt es an meinem Standort ausreichend Absatzpotential” oder “Wo leben meine Kunden und wie kaufen sie ein”? Diese Fragen kennt jedes Unternehmen. Oft werden sie aus dem Bauch heraus beantwortet. Die Unternehmen kennen zwar ihre Zielgruppe, aber geografisch können sie sie nicht zuordnen.

Von Geomarketing spricht man, wenn geografisch differenzierte Informationen zu Hilfe genommen werden, um Marketing- und Vertriebsstrategien zu entwickeln. Geomarketing bindet die vorhandenen Unternehmens- und Wirtschaftsdaten in digitale Landkarten ein. Große Datenmengen können somit visualisiert werden. Typische Anwendungsdaten sind die Darstellung der Bevölkerungsdichte oder die Kaufkraft der Region.

Aber es sind auch weitere Analysen möglich. Zum Beispiel kann die Tatsache genutzt werden, dass ähnliche Konsumentengruppen meist in gleichen Wohngegenden leben. Mithilfe der Zielgruppenfaktoren wie Kaufkraft, Altersstruktur oder Milieu-Typologie lassen sich solche Ähnlichkeiten identifizieren.

Ausgangsbasis für eine weitere Nutzung der Daten per Geomarketing sind die von Sinus Sociovision entwickelten Sinus-Milieus. Diese Milieus bilden ein Modell der sozialen Schichtung und der Wertestruktur unserer Gesellschaft. Es werden die Lebenswelten, Einstellungen und Stile der Verbraucher verwertet. Was empfindet der Verbraucher als schön, woran orientieren sie sich und was interessiert sie? Genau dies und auch was sie als schön oder hässlich empfinden hat viel mit dem Milieu zu tun, in dem sie leben.

Bei einer Analyse werden die einzelnen Milieus mit Adress-Pools abgeglichen und für jedes Haus eine statistische Wahrscheinlichkeit berechnet, mit der die einzelnen Sinus-Milieus dort vorkommen.
Eine solche Datenbank kann zum Beispiel die Firma Microm Micromarketing Systems und Consulting zur Verfügung stellen, die so ein Projekt mit der Handelsgesellschaft AVA jüngst durchgeführt hat.

Und wofür kann man diese Daten nun einsetzen?

Zum Beispiel in der direkten Kundenkommunikation. Laut Michael Dunke, Medienagentur Universal McCann in Frankfurt, verfügen wir heute über kleinräumige lokale Informationen und bessere Informationen, um vorhandene Streuverluste zu minimieren. Oft wird die Relevanz von Werbeträgern in kleinräumigen Lebensfeldern verkannt. Noch herrscht viel Unkenntnis und Unsicherheit über den Wert von Geodaten und ihrem Nutzen in Marketing und Kommunikation.
Auch Peter Pawletzik, Kommunikationsagentur Pact, sieht in dem Einsatz von Geomarketing eine Chance für den Handel, Kunden an sich zu binden und der Preisspirale zu entkommen.
Gerade dem regionalem Handeln fehlt der Einsatz von standortbezogenem Marketing. Hier wird sich zu 90 Prozent auf Beilagen konzentriert.

Ein anderes Nutzungsbeispiel sind Kundenbindungsmaßnahmen.

Die Handelsgesellschaft AVA hat Geomarketing genutzt, um die Ansprache für die Kunden-Treuekarten gezielter zu gestalten.

Und nun der Haken: Leistungsfähige Software-Programme für eine bessere Auswertung fehlen noch. Bisher sind solche Analysen sehr teuer und aufwändig. Möchte ein Unternehmen eine erste Bewertung von Standorten, kostet der Zukauf der Daten zwischen 20.000 bis 50.000 Euro. Dieser Wert wird für die Bearbeitung und Auswertung der Daten dann noch mal verdoppelt.

Basisdaten können zum Beispiel die Bevölkerungsstruktur sein, die Pendlerdatenbank oder Frequenzatlas des Frauenhofer-Institutes.

Aber laut Michael Dunke können Firmen und Agenturen in naher Zukunft mit immer umfassenderen Datenbanken arbeiten.

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Was haben wir alle drüber diskutiert, mit vielen verschiedenen Meinungen. Anfang 2006 sorgte die Kampagne “Du bist Deutschland” für viel Gesprächsstoff.

Viel Gesprächsstoff heißt auch Kommunikation und genau so einen Preis haben die Bertelsmann AG und die Kommunikationsagentur fischerAppelt für diese Arbeit gewonnen. Am 7. September 2006 wurde ihnen der Deutsche PR-Preis 2006 verliehen.

Der Preis der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) gilt als höchste Auszeichnung im deutschsprachigen Raum und zeichnet exzellent geplante und umgesetzte PR-Konzepte aus. “Wir sind stolz, mit ‘Du bist Deutschland’ das Land ein kleines Stück bewegt und eine neue Aufbruchsstimmung angestoßenzu haben”, freut sich Kommunikationschefin Jasmine Borhan. “Der Preisgebührt allen beteiligten 25 Medienhäusern, die durch ihren einzigartigen Schulterschluss dazu beigetragen haben, dass die Kampagne so erfolgreich wurde.”

Der Deutsche PR-Preis wurde in diesem Jahr in insgesamt 14 Kategorien verliehen. Die Gala wurde von rund 500 PR-Spezialisten und Spitzenvertretern aus Wirtschaft und Verbänden verfolgt. Dieses Jahr gab es eine Rekordbeteiligung: 278 eingereichte Kampagnen.

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Also, das hat mich gerade so fasziniert, dass muss ich einfach wortwörtlich übernehmen, gesehen bei www.messevlog.de.

Internetradio und Podcasting ohne PC oder Mac… ab in die Küche damit. Ich finde es klasse!

Tausende von Internetradio-Stationen weltweit. Übersichtlich nach den eigenen Wünschen sortiert und auf Knopfdruck verfügbar. Ist das realistisch, oder doch nur ein Traum? Es geht – mit der NOXON-Serie von Terratec. Alexx im Gespräch mit dem Geschäftsführer Heiko Meertz über das iRadio.

Download: Quicktime (empfohlen) / Handy/3GP-Datei
Portale: iTunes

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Anlässlich der Online Marketing Düsseldorf (OMD) zeigt der Münchner Spezialist für Online Video Services, TV1.DE, wie Unternehmen Bewegtbilder für das Online Marketing nutzen können.

Online-Videos können auch für das Marketing sinnvoll genutzt werden. Die Öffnungsrate bei E-Mail-Kampagnen steigt um 36 Prozent, die Verweildauer erhöht sich um 52 Prozent, ergeben hausinterne Messungen bei TV1.DE. “Mit elf Millionen Breitbandkunden in Deutschland gibt es inzwischen eine für Unternehmen spannende Anzahl an Konsumenten, die Videos in sehr guter Qualität ansehen können und wollen”, so Michael Westphal, Geschäftsführer von TV1.DE.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: ob E-Mail-Kampagnen, Werbebannner, Videoblogs oder ein eigener Verkaufskanal im Internet -bewegte Bilder machen Lust zum Online-Shopping. Zum Einsatz kommt dabei die Flash Technologie, über die weltweit 96 Prozent aller Internetnutzer verfügen.

(Quelle:www.acquisa.de)

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messevlog.de

einfallsreich.tv – ipodfun.de – ifranz.tv

Die deutsche Vlogger-Szene entert Paris

Informations-Guerilla aufgepasst!Während die Mac-Welt den Neuigkeiten der Apple-Expo entgegenfiebert, bereitet sich eine dreiköpfige Eingreiftruppe aus Deutschland auf ihren mobilen Einsatz auf dem traditionsreichen Experten-Forum vor. Ab Dienstag gibt es den messevlog.de aus Paris: Burkhard Rosskothen von einfallsreich.tv, Chris von ipodfun.de und Podcast-Star Alexx von ifranz.tv geben der Videoblogger-Szene eine feine neue Pariser Adresse: http://www.messevlog.de.

Fachliches und Funliches von der weltgrößten Apple-Messe: Infos rund um Apple-Produkte, technische Neuigkeiten, Hintergründe, Insider-Geschichten in französischer Lebensart. Alles, was man so schnell nicht über die traditionellen Nachrichtenticker erfährt. Ein neues Format für Insidermessen ist die Pipeline. Erprobte Erfahrungen von einfallsreich.tv, know-how von ipodfun.de und charismatischer Charme von ifranz.tv geben aktuelle Eindrücke aus der Mitte der kultigen Mac-Community: atmosphärisch, im Stundentakt, real life on demand. Mac und WLAN ersetzen Schneideraum und Übertragungswagen. Eine Premiere und Muss für alle Mac-Fans – im neuen Stil der Videoblogger-Szene. Expo-on-demand als Abo:

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Communities und Weblogs- zwei Begriffe, die sich im World Wide Web ergänzen. Private User können hier ihren Gedanken freien Lauf lassen, die eigene Meinung der ganzen Welt zur Verfügung stellen. Damit verschiebt sich aber auch eine Macht: Endverbraucher, die Konsumenten, können hier den Marketingexperten einige schlaflose Nächte bereiten.

Aber warum nur schlaflose Nächte? Diese Form der Community kann auch dafür genutzt werden, sich selbst online zu vermarkten. Also kein Wunder, dass sich bei den Unternehmen und Agenturen langsam ein Umdenken abzeichnet. Das Burda Advertising Center z. B. konzentriert sich vollständig auf die Vermarktung der eigenen Online-Communities. “Sozial Networking ist das Reality TV des Internets”, so Jon Gibs, Leiter Media beim Marktforscher Nielsen Net Ratings in New York.

Der Vorteil: Über ein einziges Medium können gleichzeitig Unterhaltung, Interaktion, Vernetzung und Kommunikatin genutzt werden”, analysiert Jan Werging, Lycos Europe in Gütersloh. Das sei genau das, was die Leute wollen. Werbung selbst wäre aber weniger gefragt, die Leute wollen sich austauschen und nicht mit klassischer Werbung genervt werden.

Das dies nicht nur in Amerika so ist, zeigen auch die Zuwachsraten der vergangenen zwölf Monate: Youtube wächst in den letzten 5 Monaten um 202 Prozent, bei Blogger.com beträgt die Zuwachsrate 108 Prozent.

Doch Achtung: Bei den Communities geht es nicht nur darum, dass Unternehmen darzustellen. Es muss eine Plattform zur Verfügung gestellt werden, die die Community lebendig hält. Für Unternehmen gilt es, bestimmte Themen zu identifzieren und um diese Interessenten zu scharen: Beispiel: Viele Pharma-Firmen bieten ihren Patienten interaktive Online-Plattformen an, auf denen sich die User über Krankheitsbilder informieren und austauschen können.
Die Firmen selbst halten sich dabei zurück und lassen die User sprechen.

Wie bei jeder Art der Kommunikation muss man auch hier bei der Wahrheit bleiben: “Was man in seinem Communities macht, muss sich vollständig aus der Marke ergeben”, so Matthias Berger von der Agentur Berger Baader Hermes in München. Die Darstellung auf dieser Ebene muss dem Image des Unternehmen entsprechen und darf sich vor allem nicht mit anderen Aussagen widersprechen.

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29 Prozent der Deutschen Onliner informieren sich mehrmal in der Woche über Aktuelles aus der Regio. Das ist das Ergebnis einer Studie des Institutes TNS Infratest. Befragt wurden deutsche Internetuser ab 14 Jahren.

Das heißt: Das Internet gewinnt an Stellenwert für lokales Marketing. Die Marktforscher von TNS Infratest sprechen bereits von einem “lokal relevanten Medium”. Über die Hälfte (58 Prozent) der Internetuser gaben an, mindestens einmal im Monat das Internet nach lokalen Informationen zu durchforsten.
Der Anteil der Männer ist mir 63 Prozent dabei höher als der der Frauen (51 Prozent).

Nach “Altersklassen” aufgeteilt sieht das so aus: Die 40-49jährigen sind Spitzenreise bei der Nutzung der lokalen News. 33 Prozent von ihnen suchen täglich bzw. mehrmals die Woche.
Wie die Studie weiterhin zeigt, verwenden rund 60 Prozent aller befragten Onliner das Internet mindestens einmal im Monat als Informationsquelle für allgemeine und speziell kulturelle, lokale Veranstaltungen.

Und jetzt das besonders Interessante: 17 Prozent der 40-49 jährigen informieren sich fast täglich über den lokalen Einzelhandel. 33 Prozent noch mindestens einmal im Monat. “Das Internet hat sich als Schnittstelle für die lokalen Bedürfnisse der Onliner durchgesetzt. Die Onlinewelt bietet auch den Anbietern von lokalen Informationen und Dienstleistungen eine attraktive Oberfläche”, erklärt Andrew Mairon, Senior Manager bei TNS Infratest.

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Web 2.0. - und dazu Marketing 2.0. Auch in der KMU scheint dieses Thema so langsam auf die Tagesordnung zu kommen. Das Performance Marketing gewinnt an Bedeutung, Blogs und Podcasts schießen wie Pilze aus dem Boden. Darüber berichtet die “acquisa” in ihrer aktuellen Ausgabe.

“Die Kommunikation verändert sich”, so Frank Meltke, Gründer und CEO des Berliner Beratungsunternehmens Contraco Consulting & Software Ltd. Die Internentuser beschränken sich nicht mehr auf das Konsumieren, sondern es werden selbst Inhalte zur Verfügung gestellt.

Was private User über youtube, podhost und google machen, können auch gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen für sich nutzen. Die Online Branche spricht von “User Generated Content”, ein wichtiger Bestandteil des sogenannten Web 2.0. Mit Unternehmenspodcast und Weblogs kann auch das kleine Unternehmen in eine völlig neue Art der Kommunikation einsteigen. Und dies zu relativ geringen Kosten.

Und das dies auch betrieben wird, zeigt die acquisa mit einem Beispiel des “Saftblogs”. Ein 20-Mann Betrieb informiert Kunden und Partner über aktuelles Geschehen in Form eines Blogs, mit Bildern und Videocasts und sogar der Einbindung von Flickr-Bildern.

Und auch Thomas Ziesch, Chief Consulting Officer bei Contraco hält Corporate Blogs gerade für Unternehmen interessant, die eine thematisch enge Zielgruppe ansprechen und bei denen die Kommunikation mit Verbrauchern eine Rolle spielt. Wie schnell kann man sonst die Verbraucher erreichen? Einfach per Click auf “Comment” und bei den meisten Blogsystemen kann man so fix seine Meinung äußern. Kundenbefragungen und Wünsche und Anregungen sind somit einfach abzugeben. Die Barriere, erst eine Karte auszufüllen und dann auch noch zur Post zu bringen oder an eine “Info”-Emailadresse zu mailen sind damit sofort überschritten. Durch diese Comments können auch sehr interessante Diskussionen der Kunden zustande kommen - und was bei Diskussionen kreatives bei rum kommen kann, sollte jedem bekannt sein. Nachteil dazu ist natürlich, dass die Blogseiten ständig betreut werden müssen. Denn auch hier gibt es Spam.

Durch die zunehmende Verbreitung von schnellen Internetzugängen - fast jeder zweite Deutsche Internetuser verfügt über einen Breitgangzugang - können Filme und Bilder schnell übertragen werden. Die Werber freut dies natürlich besonders, denn die Branding-Effekte sind mit denen einen TV-Spots vergleichbar. Nur mit einem großen Vorteil: Den Videocast kann ich mir immer wieder anschauen, speichen und immer wieder auf Play drücken. Einen Werbe-Spot kann ich nur sehen, wenn ich gerade vorm Fernseher sitze.
Und auch der Nachteil der “Erreichbarkeit” und Online-Reichweite bröckelt. Mittlerweise nutzen laut der aktuellen Studie (N)Onliner-Atlas 2006 58 Prozent der über 14-jährigen das Internet. Und in der Zielgruppe 14-29 Jahre sind bereits über 80 Prozent der Deutschen online.

Aber was ist für den Erfolg eines Blogs im Internet entscheidend? Laut Ralf Scharnhorst, Vorsitzender des Arbeitskreises Media BVWD: ” Nicht die Größe des Budgets ist entscheidend, sondern Mut und Innovationskraft. Hier hat der Mittelstand den großen Vorteil, schneller und einfacher entscheiden zu können. Während bei großen Marken diverse interne Richtlinien vorschreiben, was eine Marke darf und was nicht, sind kleinere Unternehmen in Sachen Online-Werbung flexibler. Dies kann letztlich sogar ins Viral-Marketing münden. Dann dauert es nur wenige Mausklicks, bis eine kleine Botschaft eine große Popularität erlangt.

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