Mut und Innovation als entscheidener Faktor
Geschrieben von: Renate in Marketing allgemein, Web 2.0 | wong it!Web 2.0. - und dazu Marketing 2.0. Auch in der KMU scheint dieses Thema so langsam auf die Tagesordnung zu kommen. Das Performance Marketing gewinnt an Bedeutung, Blogs und Podcasts schießen wie Pilze aus dem Boden. Darüber berichtet die “acquisa” in ihrer aktuellen Ausgabe.
“Die Kommunikation verändert sich”, so Frank Meltke, Gründer und CEO des Berliner Beratungsunternehmens Contraco Consulting & Software Ltd. Die Internentuser beschränken sich nicht mehr auf das Konsumieren, sondern es werden selbst Inhalte zur Verfügung gestellt.
Was private User über youtube, podhost und google machen, können auch gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen für sich nutzen. Die Online Branche spricht von “User Generated Content”, ein wichtiger Bestandteil des sogenannten Web 2.0. Mit Unternehmenspodcast und Weblogs kann auch das kleine Unternehmen in eine völlig neue Art der Kommunikation einsteigen. Und dies zu relativ geringen Kosten.
Und das dies auch betrieben wird, zeigt die acquisa mit einem Beispiel des “Saftblogs”. Ein 20-Mann Betrieb informiert Kunden und Partner über aktuelles Geschehen in Form eines Blogs, mit Bildern und Videocasts und sogar der Einbindung von Flickr-Bildern.
Und auch Thomas Ziesch, Chief Consulting Officer bei Contraco hält Corporate Blogs gerade für Unternehmen interessant, die eine thematisch enge Zielgruppe ansprechen und bei denen die Kommunikation mit Verbrauchern eine Rolle spielt. Wie schnell kann man sonst die Verbraucher erreichen? Einfach per Click auf “Comment” und bei den meisten Blogsystemen kann man so fix seine Meinung äußern. Kundenbefragungen und Wünsche und Anregungen sind somit einfach abzugeben. Die Barriere, erst eine Karte auszufüllen und dann auch noch zur Post zu bringen oder an eine “Info”-Emailadresse zu mailen sind damit sofort überschritten. Durch diese Comments können auch sehr interessante Diskussionen der Kunden zustande kommen - und was bei Diskussionen kreatives bei rum kommen kann, sollte jedem bekannt sein. Nachteil dazu ist natürlich, dass die Blogseiten ständig betreut werden müssen. Denn auch hier gibt es Spam.
Durch die zunehmende Verbreitung von schnellen Internetzugängen - fast jeder zweite Deutsche Internetuser verfügt über einen Breitgangzugang - können Filme und Bilder schnell übertragen werden. Die Werber freut dies natürlich besonders, denn die Branding-Effekte sind mit denen einen TV-Spots vergleichbar. Nur mit einem großen Vorteil: Den Videocast kann ich mir immer wieder anschauen, speichen und immer wieder auf Play drücken. Einen Werbe-Spot kann ich nur sehen, wenn ich gerade vorm Fernseher sitze.
Und auch der Nachteil der “Erreichbarkeit” und Online-Reichweite bröckelt. Mittlerweise nutzen laut der aktuellen Studie (N)Onliner-Atlas 2006 58 Prozent der über 14-jährigen das Internet. Und in der Zielgruppe 14-29 Jahre sind bereits über 80 Prozent der Deutschen online.
Aber was ist für den Erfolg eines Blogs im Internet entscheidend? Laut Ralf Scharnhorst, Vorsitzender des Arbeitskreises Media BVWD: ” Nicht die Größe des Budgets ist entscheidend, sondern Mut und Innovationskraft. Hier hat der Mittelstand den großen Vorteil, schneller und einfacher entscheiden zu können. Während bei großen Marken diverse interne Richtlinien vorschreiben, was eine Marke darf und was nicht, sind kleinere Unternehmen in Sachen Online-Werbung flexibler. Dies kann letztlich sogar ins Viral-Marketing münden. Dann dauert es nur wenige Mausklicks, bis eine kleine Botschaft eine große Popularität erlangt.














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