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Archiv für September 2006

messevlog.de


einfallsreich.tv – ipodfun.de – ifranz.tv


Die deutsche Vlogger-Szene entert Paris


Informations-Guerilla aufgepasst!Während die Mac-Welt den Neuigkeiten der Apple-Expo entgegenfiebert, bereitet sich eine dreiköpfige Eingreiftruppe aus Deutschland auf ihren mobilen Einsatz auf dem traditionsreichen Experten-Forum vor. Ab Dienstag gibt es den messevlog.de aus Paris: Burkhard Rosskothen von einfallsreich.tv, Chris von ipodfun.de und Podcast-Star Alexx von ifranz.tv geben der Videoblogger-Szene eine feine neue Pariser Adresse: http://www.messevlog.de.

Fachliches und Funliches von der weltgrößten Apple-Messe: Infos rund um Apple-Produkte, technische Neuigkeiten, Hintergründe, Insider-Geschichten in französischer Lebensart. Alles, was man so schnell nicht über die traditionellen Nachrichtenticker erfährt. Ein neues Format für Insidermessen ist die Pipeline. Erprobte Erfahrungen von einfallsreich.tv, know-how von ipodfun.de und charismatischer Charme von ifranz.tv geben aktuelle Eindrücke aus der Mitte der kultigen Mac-Community: atmosphärisch, im Stundentakt, real life on demand. Mac und WLAN ersetzen Schneideraum und Übertragungswagen. Eine Premiere und Muss für alle Mac-Fans – im neuen Stil der Videoblogger-Szene. Expo-on-demand als Abo:

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Communities und Weblogs- zwei Begriffe, die sich im World Wide Web ergänzen. Private User können hier ihren Gedanken freien Lauf lassen, die eigene Meinung der ganzen Welt zur Verfügung stellen. Damit verschiebt sich aber auch eine Macht: Endverbraucher, die Konsumenten, können hier den Marketingexperten einige schlaflose Nächte bereiten.

Aber warum nur schlaflose Nächte? Diese Form der Community kann auch dafür genutzt werden, sich selbst online zu vermarkten. Also kein Wunder, dass sich bei den Unternehmen und Agenturen langsam ein Umdenken abzeichnet. Das Burda Advertising Center z. B. konzentriert sich vollständig auf die Vermarktung der eigenen Online-Communities. “Sozial Networking ist das Reality TV des Internets”, so Jon Gibs, Leiter Media beim Marktforscher Nielsen Net Ratings in New York.

Der Vorteil: Über ein einziges Medium können gleichzeitig Unterhaltung, Interaktion, Vernetzung und Kommunikatin genutzt werden”, analysiert Jan Werging, Lycos Europe in Gütersloh. Das sei genau das, was die Leute wollen. Werbung selbst wäre aber weniger gefragt, die Leute wollen sich austauschen und nicht mit klassischer Werbung genervt werden.

Das dies nicht nur in Amerika so ist, zeigen auch die Zuwachsraten der vergangenen zwölf Monate: Youtube wächst in den letzten 5 Monaten um 202 Prozent, bei Blogger.com beträgt die Zuwachsrate 108 Prozent.

Doch Achtung: Bei den Communities geht es nicht nur darum, dass Unternehmen darzustellen. Es muss eine Plattform zur Verfügung gestellt werden, die die Community lebendig hält. Für Unternehmen gilt es, bestimmte Themen zu identifzieren und um diese Interessenten zu scharen: Beispiel: Viele Pharma-Firmen bieten ihren Patienten interaktive Online-Plattformen an, auf denen sich die User über Krankheitsbilder informieren und austauschen können.
Die Firmen selbst halten sich dabei zurück und lassen die User sprechen.

Wie bei jeder Art der Kommunikation muss man auch hier bei der Wahrheit bleiben: “Was man in seinem Communities macht, muss sich vollständig aus der Marke ergeben”, so Matthias Berger von der Agentur Berger Baader Hermes in München. Die Darstellung auf dieser Ebene muss dem Image des Unternehmen entsprechen und darf sich vor allem nicht mit anderen Aussagen widersprechen.

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29 Prozent der Deutschen Onliner informieren sich mehrmal in der Woche über Aktuelles aus der Regio. Das ist das Ergebnis einer Studie des Institutes TNS Infratest. Befragt wurden deutsche Internetuser ab 14 Jahren.

Das heißt: Das Internet gewinnt an Stellenwert für lokales Marketing. Die Marktforscher von TNS Infratest sprechen bereits von einem “lokal relevanten Medium”. Über die Hälfte (58 Prozent) der Internetuser gaben an, mindestens einmal im Monat das Internet nach lokalen Informationen zu durchforsten.
Der Anteil der Männer ist mir 63 Prozent dabei höher als der der Frauen (51 Prozent).

Nach “Altersklassen” aufgeteilt sieht das so aus: Die 40-49jährigen sind Spitzenreise bei der Nutzung der lokalen News. 33 Prozent von ihnen suchen täglich bzw. mehrmals die Woche.
Wie die Studie weiterhin zeigt, verwenden rund 60 Prozent aller befragten Onliner das Internet mindestens einmal im Monat als Informationsquelle für allgemeine und speziell kulturelle, lokale Veranstaltungen.

Und jetzt das besonders Interessante: 17 Prozent der 40-49 jährigen informieren sich fast täglich über den lokalen Einzelhandel. 33 Prozent noch mindestens einmal im Monat. “Das Internet hat sich als Schnittstelle für die lokalen Bedürfnisse der Onliner durchgesetzt. Die Onlinewelt bietet auch den Anbietern von lokalen Informationen und Dienstleistungen eine attraktive Oberfläche”, erklärt Andrew Mairon, Senior Manager bei TNS Infratest.

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Web 2.0. – und dazu Marketing 2.0. Auch in der KMU scheint dieses Thema so langsam auf die Tagesordnung zu kommen. Das Performance Marketing gewinnt an Bedeutung, Blogs und Podcasts schießen wie Pilze aus dem Boden. Darüber berichtet die “acquisa” in ihrer aktuellen Ausgabe.

“Die Kommunikation verändert sich”, so Frank Meltke, Gründer und CEO des Berliner Beratungsunternehmens Contraco Consulting & Software Ltd. Die Internentuser beschränken sich nicht mehr auf das Konsumieren, sondern es werden selbst Inhalte zur Verfügung gestellt.

Was private User über youtube, podhost und google machen, können auch gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen für sich nutzen. Die Online Branche spricht von “User Generated Content”, ein wichtiger Bestandteil des sogenannten Web 2.0. Mit Unternehmenspodcast und Weblogs kann auch das kleine Unternehmen in eine völlig neue Art der Kommunikation einsteigen. Und dies zu relativ geringen Kosten.

Und das dies auch betrieben wird, zeigt die acquisa mit einem Beispiel des “Saftblogs”. Ein 20-Mann Betrieb informiert Kunden und Partner über aktuelles Geschehen in Form eines Blogs, mit Bildern und Videocasts und sogar der Einbindung von Flickr-Bildern.

Und auch Thomas Ziesch, Chief Consulting Officer bei Contraco hält Corporate Blogs gerade für Unternehmen interessant, die eine thematisch enge Zielgruppe ansprechen und bei denen die Kommunikation mit Verbrauchern eine Rolle spielt. Wie schnell kann man sonst die Verbraucher erreichen? Einfach per Click auf “Comment” und bei den meisten Blogsystemen kann man so fix seine Meinung äußern. Kundenbefragungen und Wünsche und Anregungen sind somit einfach abzugeben. Die Barriere, erst eine Karte auszufüllen und dann auch noch zur Post zu bringen oder an eine “Info”-Emailadresse zu mailen sind damit sofort überschritten. Durch diese Comments können auch sehr interessante Diskussionen der Kunden zustande kommen – und was bei Diskussionen kreatives bei rum kommen kann, sollte jedem bekannt sein. Nachteil dazu ist natürlich, dass die Blogseiten ständig betreut werden müssen. Denn auch hier gibt es Spam.

Durch die zunehmende Verbreitung von schnellen Internetzugängen – fast jeder zweite Deutsche Internetuser verfügt über einen Breitgangzugang – können Filme und Bilder schnell übertragen werden. Die Werber freut dies natürlich besonders, denn die Branding-Effekte sind mit denen einen TV-Spots vergleichbar. Nur mit einem großen Vorteil: Den Videocast kann ich mir immer wieder anschauen, speichen und immer wieder auf Play drücken. Einen Werbe-Spot kann ich nur sehen, wenn ich gerade vorm Fernseher sitze.
Und auch der Nachteil der “Erreichbarkeit” und Online-Reichweite bröckelt. Mittlerweise nutzen laut der aktuellen Studie (N)Onliner-Atlas 2006 58 Prozent der über 14-jährigen das Internet. Und in der Zielgruppe 14-29 Jahre sind bereits über 80 Prozent der Deutschen online.

Aber was ist für den Erfolg eines Blogs im Internet entscheidend? Laut Ralf Scharnhorst, Vorsitzender des Arbeitskreises Media BVWD: ” Nicht die Größe des Budgets ist entscheidend, sondern Mut und Innovationskraft. Hier hat der Mittelstand den großen Vorteil, schneller und einfacher entscheiden zu können. Während bei großen Marken diverse interne Richtlinien vorschreiben, was eine Marke darf und was nicht, sind kleinere Unternehmen in Sachen Online-Werbung flexibler. Dies kann letztlich sogar ins Viral-Marketing münden. Dann dauert es nur wenige Mausklicks, bis eine kleine Botschaft eine große Popularität erlangt.

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