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Archiv für November 2006

Sind die Web 2.0 Portale nur was für die “jungen” User?

Diese Frage beantwortet Thorsten Schwarz auf www.marketing-boerse.de. Eine eigens durchgeführte Studie belegt: Die über 40jährigen sind doch einiges lustloser am Web 2.0 als die jüngeren User. Mit steigendem Alter wird das neue Mitmach-Web weniger ausprobiert. Diese Aussage ergibt sich durch die Befragung von 1994 Online-Marketers.

Besonders aktiv sind die 20-30jährigen Nutzer, die sich gerne mit anderen im Netz treffen. 67 Prozent nutzen openBC/Xing, danach folgen gleich Stayfriends und YouTube mit 21 Prozent.
Bei den über Fünfzigjährigen hingegen sind nur 35 Prozent Mitglied bei Xing, und Stayfriends nutzen nur 6 Prozent. Nur etwas besser schneidet in der Altersklasse YouTube ab: 7 Prozent.

Ebenfalls ein großer Unterschied zeigt sich in der Bekanntheit von Reiseportalen. Während 36 Prozent der 20-40-Jährigen Holidayscheck kennen, sind es bei den über Vierzigjährigen nur 27 Prozent.

Interessant auch die Bereitschaft, Wissen zu teilen: „Während Jüngere ihr Wissen teilen, sind Ältere eher misstrauisch. Etwa jeder Zweite der unter Zwanzigjährigen kennt die Portale Mister Wong, del.icio.us und Digg. Ganz anders die über Vierzigjährigen: Nur jeder Dritte bis Fünfte kennt die Portale mit den interessanten Surftipps”.

Das Blog-Schreiben aber scheint keine großen Unterschiede zu kennen. Die Online-Tagebücher haben durch alle Altersklassen einen Bekanntheitsgrad von siebzig Prozent.

Die bekanntesten Web 2.0 Portale laut der marketing-börse sind durch alle Altersgruppen:

Wikipedia – 96,5 %
YouTube – 87,7 %
Xing – 81,1 %
Myspace – 75,3 %
blog.de – 69,7 %
Blogger – 68,0 %
Flickr – 65,5 %
StayFriends – 60,4 %
My Video – 59,6 %

(Anteil der Befragten, die das Portal kennen).

Und wer jetzt glaubt, dass somit das Web 2.0 für seine Zielgruppe nicht interessant ist, der sollte man daran denken, dass alle 35jährigen auch mal 40 werden. Und wer einmal mit dem Web “aufgewachsen”, der gibt das so schnell nicht wieder auf, nur weil er 40 wird, oder????

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Die Schober Information Group hat in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Psyma fünf “Shoppertypen” definiert: – die luxusorientierten Selbstdarsteller – die qualitätsbewussten Lust- und Laune- Käufer – die selbstbewussten Markentreuen – die Qualitätskäufer – die vernunftsorientierten Schnäppchenjäger

Dem luxusorientierte Selbstdarsteller mit sponaner Kauflust ist es wichtig, neue innovative Produkte auszuprobieren. Er kauft gerne in Geschäften ein, die ihren Kunden immer wieder Innovationen vorstellen. Auffällig bei dieser Gruppe ist der ausgeprägte Hang zu Prestige. Ihnen ist besonders wichtig, etwas zeigen zu können, was sie sich leisten können.
Aber auch diese Gruppe kauft bei Discountern. Mit 40 % deckt diese Gruppe ihren täglichen Bedarf im Discountgeschäft.

Die “qualitätsbewussten Lust- und Laune- Käufer” weisen eine besonders hohe Preissensibilität in Bezug auf verschiedene Artikel auf. Bei einigen Dingen achten sie verstärkt auf den Preis, bei anderen spielt der Preis eine wesentlich geringere Rolle. Sietreibt ein hohes Maß an Abwechslungsstreben zum Kauf verschiedener Marken. Er gehört zu der Gruppe, die sich am POS gerne verführen lassen.

Die “selbstbewussten Markentreuen” neigen zum Schnäppchenkauf ohne Anspruch auf Beratung und Service. Diese Gruppe weist eine große Loyalität gegenüber einer Markt auf. Solange das Produkt ihren Ansprüchen genügt sorgt die Marke für Orientierung und Sicherheit im Dschungel der Auswahlmöglichkeiten. Um die Marke zum richtigen Preise zu bekommen, sucht diese Gruppe mehrere Geschäfte auf und sucht gezielt nach dem Geschäft mit dem günstigstem Preis.

Die “Qualitätskäufer” haben einen hohen Beratungs- und Serviceanspruch und keine ausgeprägte Preissensibilität. Der Preis ist für diese Gruppe kein einschränkendes Kriterium, bei der Wahl ihrer Produkte sind andere Faktoren ausschlaggebend.
Guter Service und hohe Produktqualität nimmt unter der Gruppe der “Qualitätskäufer” den höchsten Stellenwert ein. Ihren Einkaufsort wählen sie danach aus, wie wie professionell man sich dort um ihre Anliegen kümmert. Für mehr Beratung und Service, sowie eine qualitativ hochwertige Beschaffenheit avisierten Eigentums ist diese Klientel durchaus bereit mehr Geld auszugeben.

Die “vernunftorientierten Schnäppchenjäger” dagegen legen weniger großen Wert auf innovative Produkte und Dienstleistungen. Bei ihnen gibt es keine hohe Korrelation zu diesem Merkmal, sie müssen sich aufgrund ihrer beschränkten finanziellen Mittel so gut wie immer am Preis orientieren. Sie greifen grundsätzlich seltener zu Markenartikeln. Die Mehrzahl der “vernunftorientierten Schnäppchenjäger” beziehen ihre Dinge des alltäglichen Bedarfs fast immer beim Discounter.

Hier ein paar Übersichten aus der Untersuchung (Quelle: www.wuv.de und www.schober.de):

Ausprobieren neuer Produkte

die vernunftorientierten Schnäppchenjäger 50%
die Qualitätskäufer 56%
die selbstbewussten Markentreuen 63%
die qualitätsbewussten Lust- und Laune-Käufer 61%
die luxusorientierten Selbstdarsteller 72%

Frage: “Ich probiere gerne neue Produkte aus.”

Preissensibilität

die vernunftorientierten Schnäppchenjäger 18%
die Qualitätskäufer 31%
die selbstbewussten Markentreuen 70%
die qualitätsbewussten Lust- und Laune-Käufer 83%
die luxusorientierten Selbstdarsteller 64%

Frage: “Manche Artikel kaufe ich möglichst billig, bei anderen achte ich nicht auf den Preis.”

Markenloyalität

die vernunftorientierten Schnäppchenjäger 2%
die Qualitätskäufer 22%
die selbstbewussten Markentreuen 37%
die qualitätsbewussten Lust- und Laune-Käufer 3%
die luxusorientierten Selbstdarsteller 24%
Frage: “Ich kaufe aus Überzeugung immer die gleiche Marke.”

Wichtigkeit der Qualität

die vernunftorientierten Schnäppchenjäger 14%
die Qualitätskäufer 78%
die selbstbewussten Markentreuen 29%
die qualitätsbewussten Lust- und Laune-Käufer 54%
die luxusorientierten Selbstdarsteller 54%
“Beim Einkauf ist für mich die Qualität der Produkte wichtiger als der Preis.”

Rolle der Discounter

die vernunftorientierten Schnäppchenjäger
1% nie
5% selten
33% häufig
62% fast immer
die Qualitätskäufer
6% nie
26% selten
44% häufig
24% fast immer

die selbstbewussten Markentreuen
0% nie
6% selten
28% häufig
66% fast immer

die qualitätsbewussten Lust- und Laune-Käufer
1% nie
11% selten
40% häufig
49% fast immer

die luxusorientierten Selbstdarsteller
2% nie
15% selten
43% häufig
40% fast immer
Frage: “Wie oft suchen Sie für Dinge des alltäglichen Bedarfs Discounter auf?”

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Das Communication Research Centre von TNS Infratest hat mehr als 90.000 Personen aus Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Italien und den Niederlanden befragt. Herausgekommen ist:
Werbung sollte kreativ, amüsant, aber auch gleichzeitig informativ und glaubwürdig sein. Dann fühlen wir Konsumenten uns angesprochen. Somit soll werben demnach bedeuten, sich an Herz und Verstand des Kunden zu wenden.

Dabei sind in den europäischen Ländern ganz unterschiedliche Zahlen rausgekommen. Gerade die Spanien möchten mit 85 Prozent amüsante und kreative Werbung. Die Briten scheinen weniger Humor zu haben. Nur 13 Prozent fühlen sich von ironischer Werbung angesprochen, hingegen möchten 48 Prozent informative und 43 Prozent zuverlässige Werbung. Glaubwürdigkeit empfinden vor allem die Niederländer mit 63 Prozent und Spanier mit 72 Prozent als Merkmal einer guter Werbung. Erstaunlich: Wir als humorlos geltenden Deutschen wissen die Ironie zu schätzen (34 Prozent), und ziehen damit mit den Italienern gleich.

Unterschiede gibt es aber auch in den verschiedenen Altersklassen: Je älter, desto weniger witzig wünschen wir uns die Werbung. In der Gruppe der 15- bis 24-Jährigen Deutschen ist die informative Werbung relativ gering angesehen (23 Prozent). Die über 55-Jährigen schätzen dies aber mit bereits 58 Prozent.
Schaut man auf den Durchschnitt, wird die humorvolle Werbung von 70 Prozent aller Befragten vorgezogen. Somit können die europäischen Konsumenten insgesamt am besten mit witziger und einfallsreicher Werbung erreicht werden.

Allerdings: Witzig alleine reicht nicht. Werbung muss mehr leisten: “Sie sollte durch ihre kreative Inszenierung tiefer liegende soziale und emotionale Bedürfnisse der Zielgruppe ansprechen. Die Herausforderung liegt darin, die relevanten Bedürfnisse zu erkennen und zu erfassen”, so Henning Rossa, Director des TNS Infratest Communications Research Centre.

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Werbung alleine scheint uns Nutzer nicht zu leiten. Da möchten wir doch lieber mal lesen, was die anderen dazu sagen. Gerade wenn wir was kaufen möchten. Und da gucken wir doch gerne mal auf Blogs.

Das ist ein Ergebnis einer Gemeinschaftsstudie der PRAgentur Hotwire und den Marktforschungsinstitut Ipsos. Somit gewinnen Blogs an Einfluss als Informationsquellen für Internetuser. Negative Kommentare oder Kritiken haben immer schon 30 Prozent der deutschen Webuser dazu verleitet, ein Produkt nicht zu kaufen. In Europa ist der Durchschnitt schon bei 34 Prozent.

Aber nicht nur Negativ wirkt, im Gegenteil. 56 Prozent der deutschen Teilnehmer gaben an, dass sie nach positiven Kommentaren im Netz eher ein Produkt kaufen würden. Gerade private Kommentare finden großes Vertrauen. Immerhin fast 23 Prozent der deutschen User bezeichneten Blogs als vertrauenswürdige Informationsquelle.

Damit schlagen private Kommentare die klassische Fernsehwerbung mit 15 Prozent und E-Mail-Marketing mit 14 Prozent weit ab. An erster Stelle stehen aber immer noch Zeitungsartikel, denen 34 Prozent der deutschen Befragten vertrauen. Interessant: Online-Verlautbarungen von Vorständen (Schlagwort “Corporate Blogs”) genießen mit nur 11 Prozent Zustimmung nur geringes Vertrauer bei Internetusern.

Für die Studie wurden 2214 Internetnutzer über 15 Jahre mit privaten oder beruflichen Internetzugang in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien befragt.

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Es wurde bisher viel Hoffnung ist diesen Medien-Kanal gesetzt. Doch anscheinend sind die Verbraucher desinteressiert: Handy-TV scheint sich zum Flop zu entwickeln.

Die Studie des Mobilfunk-Wissensportal inside-handy.de hat ergeben: Die von Mobilfunkbetreibern und einigen Medienunternehmen angebotenen Geschäftsmodelle scheinen am Markt vorbei zu gehen. Die Kunden nehmen bisher das Angebot sehr zurückhaltend an. Knapp die Hälfte der Befragten (46,2 Prozent) haben kein oder nur geringeres Interesse am Handy-TV.

Das erste Unternehmen hat daher die Notbremse gezogen: E-Plus erklärte, sich nicht an den geplanten Handy-TV-Konsortium aller vier Netzbetreiber beteiligen zu wollen.

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Das, was beim normalen Radio ein Problem ist, kann der entscheidender Faktor für das Internetradio sein: Die signifikante Reichweite.

Laut Christoph Salzig, Pressesprecher des Bundesverbands der digitalen Wirtschaft (BVDW), ergibt sich der Erfolg von IP-Radio eher mit der langsamen, aber zunehmenden Etablierung der Reichweite. Zudem decken die Internet-Radios kleinere und speziellere Zielgruppen ab als die herkömmlichen Radios. Die Programmspezialisierung der Sender ermöglichen eine gezieltere Ansprache in der Werbung.

Ein weiterer Vorteil: Die Nutzung von Internet-Radios erfolgt meist im Abo-System. Dadurch hören die Nutzer aktiver zu als bei herkömmlichen Sendern. Zusätzlich nutzt der Hörer oft die Internetseite des Senders.

Immer neue Angebote zeigen, dass IP-Radios bei Usern genau wie bei Werbetreibenden beliebter werden. Wie Harald Summer, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Internetwirtschaft (eco) erklärt, werden täglich zahlreiche neue Sender gegründet. Viele davon seien kleine Sender. Ein genaue Auflistung aller Angebote sei daher schwierig.

Nach Schätzung des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) wird die Hörerschaft bis ins Jahr 2010 europaweit auf 31,9 Millionen Menschen wachsen.
Nach Angabe der ARD entfallen etwa sieben Prozent aller Online-Anwendungen auf das Live-Hören von Onlineradio. Weitere 21 Prozent entfallen auf das Downloaden von Dateien, wobei hier etwa sechs Prozent auf (audio und audiovisuelle) Podcasts entfallen.

www.bitkom.org
www.eco.de
www.bvdw.org

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