Unternehmen, die ein eigenes Kundenkartensystem einsetzen, bestätigen dessen positiven Nutzen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, die die Anforderungen einer Kundenkarte aus Unternehmenssicht analysiert hat. Für diese Untersuchung wurden im letzten Quartal 2006 Manager aus dem Bereich Marketing und Kundenbindung befragt.
Der positive Nutzen spiegelt sich in einem höheren Umsatz pro Kunde (90 Prozent der Befragten), einer besseren Kundenansprache (80 Prozent) und den Möglichkeiten zur Flächen- und Sortimentsoptimierung (60 Prozent) wieder. Als eindeutiger Vorteil eines Multipartnersystems werden hierbei in erster Linie in der höheren Marktdurchdringung sowie der Erschließung neuer Kundensegmente (je 31 Prozent) gesehen. Die negativen Aspekte einer solchen systembedingten Abhänigkeit vom Betreiber wie bei Happy Digits empfinden 41 Prozent als nachteilig. 35 Prozent sehen auch die dadurch geringere Individualität als negativ an.
Als Vor- und Nachteile eines wie von Douglas oder IKEA eingesetzten eigenen Kundenkartensystems werten sie zum einen eine höhere Loyalität (44 Prozent), aber auch eine höhere Flexibilität und Unabhängigkeit (je 31 Prozent). Nachteile sind hierbei insbesondere die höheren Systemkosten (40 Prozent), der erhöhte Arbeitsaufwand sowie die geringere Kundenakzeptanz (je 27 Prozent). Immerhin 90 Prozent der Befragten gehen von einer verstärkt segment- und zielgruppenspezifischen Kommunikation aus. Dazu trägt auch der Online-Kanal bei: 75 Prozent glauben daran, dass diese Art der Kundenansprache an Bedeutung gewinnt. Die höhere Effizienz, die einfache Datenauswertung sowie die Geschwindigkeits- und Kostenvorteile sind hierbei ausschlaggebend.
Interessant: Fast alle Unternehmen (93 Prozent) führen heute bereits Maßnahmen zur Sortiments- und Flächenoptimierung durch. Sieben von zehn Befragten ziehen dazu auch weitere Analysemethoden, wie beispielsweise Benchmarks, Geomarketing und Data-Mining in Betracht.
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