Vor Imagewerbung schrecken immer noch viele kleinere Unternehmen zurück. Auffällige Kampagnen, das verbinden viele immer noch mit großen Unternehmen. Aber warum? Eine gut gemachte Imagewerbung ist nicht gleich zu setzen mit einem Millionenbudget. Warum also nicht im B2C oder vor allem im B2B-Bereich den Großen das Beste abschauen und selbst aktiv werden.
Für viele kleine und mittelständische Unternehmen ist es Alltag, selbst die Produktfotos, Anzeigen oder Verkaufsunterlagen zu stellen. Die werbepsychologischen Gesetzmäßigkeiten bleiben somit komplett außen vor. Mit einer zielgruppengerechten und branchenakzeptierten Tonalität hingegen könnte aber die KMU gerade im B2B-Bereich sehr gut darstellen und die Bekanntheit und Sympathie steigern.

Imagewerbung sollte immer in Zusammenhang mit der Produktwerbung gesehen werden. Zielt die Produktwerbung hauptsächlich darauf, Umsatz zu genieren, will die Imagewerbung das Unternehmen als zuverlässigen Partner mit glaubhafter Kompetenz und Liefersicherheit präsentieren. Gerade diese Markenwerte sind für den Aufbau einer stabilen, loyalen Kundenbeziehung von hoher Bedeutung. Eine gute Markenkommunikation hilft auch, die Marke sowie das Unternehmen stark zu machen. Sie gibt dem Kunden Orientierung und einen emotionalen Mehrwert, und das hilft bei der Preisgestaltung. Allein durch einen guten Bekanntheitsgrad und einem guten Image erwirkt das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, der die Möglichkeit zu einer besseren Preisgestaltung führt.

Doch der Kunde braucht zu dem Unternehmen dann auch eine konkrete Leistung oder ein konkretes Produkt. Absatzimpulse aufgrund Imagekommunikation kann man nur erwarten, wenn der Kunde sofort die Verbindung zum Produktangebot herstellt. Ideal ist es daher, beides zu kombinieren und aus einem Mix zu erstellen. Schwierig wird dies, wenn im Unternehmen diese Bereiche von zwei unterschiedlichen Abteilung betreut werden. Wichtig also: Marketing, Entwicklung, Produktmanagement, Vertrieb, Unternehmenskommunikation müssen stets im Kontakt stehen und die Kampagnen gemeinsam entwickeln. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist dann ein integriertes Konzept, dass auf den Unternehmenszielen basiert.

Checkliste Produkt- oder Imagewerbung:

  • Kurz-, mittel- und langfristige Unternehmensziele beachten.
    Kleine Faustregel:
    1. Je virtueller das Produkt, desto mehr Imagewerbung.
    2. Je aussagekräftiger das Produkt, desto mehr Produktwerbung
  • Werbeziele festlegen
    1. Imagewerbung bei Aufbau oder Korrektur von Einstellungen der Kunden zum Unternehmen.
    2. Zum Abverkauf einzelner Produkte Produktwerbung einsetzen.
  • Informations- und Kaufverhalten der Zielgruppe analysieren
    Welche Prioritäten setzen die Kunden bei der Wahl des Produktes
    1. Qualität
    2. Preis
    3. ggfs. versteckte Parameter wie Umweltverträglichkeit und Haltbarkeit
    4. das Image/der gute Ruf des Unternehmens
  • Analyse des Werbeverhaltens in der Branche
    1. Welche Art setzen die Konkurrenten ein
    2. Kann sich das Unternehmen mit einer Imagewerbung positiv vom Wettbewerb abgrenzen
  • Zeit- und Budgetplanung für die Kampagne
    1. Imagewerbung braucht Zeit und einen entsprechenden Etat, um nachhaltig zu wirken
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