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Archiv für Juni 2007

ZeitschriftenWas soll man denn nun glauben:

Die Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse (AWA) hat ermittelt, dass Zeitschriften heute noch genauso viele Leser erreichen wie vor 10 Jahren. Nur die Jungen Leser sind etwas verhaltener, hier gibt es einen marginalen Rückgang in der Zielgruppe.

Dagegen stehen die sinkenden Verkaufszahlen am Kiosk. Im Schnitt wird jedes Jahr ein Prozent weniger verkauft. Im ersten Quartal diesen Jahres sind es sogar 2,2 Prozent. Diese Zahl ist ausgeschmückt durch die sonstigen Verkäufe und die Bordexemplare. Und gleichzeitig wächst die Zahl der Titel ständig. Konsequenz: Der Konkurrenzkampf um die Regalplätze ist immer härter geworden.

“Jetzt ne Zeitschrift” ist eine Aktion von Grossisten und dem Bahnhofsbuchhandel, die vor allem jungen Menschen nahebringen soll, wozu Zeitschriften gut sind. Die Düsseldorfer Agentur BBDO hat dazu ein Konzept entwickelt, bei dem Menschen in verschiedenen Lebenslagen gezeigt werden, die sich gut zum Lesen von Zeitschriften eignen. Derzeit sind acht Printmotive dafür entwickelt worden, aber es sollen mehr werden. Leser sollen sich Situationen ausdenken, in denen man eine Zeitschrift braucht und diese an das Unternehmen senden. Und wo wird das promotet? Genau, dort wo man eigentlich gar keine Zeitschrift braucht, nämlich im Netz. “User generated Content”, online erfasst, offline transportiert. Unter www.jetzt-ne-zeitschrift.de kann fleißig hochgeladen werden.

Die Kampagne ist für zwei Jahre geplant und wird andere Werbemaßnahmen abgerundet: Bannerwerbung auf verlagseigenen Websites, Plakaten, Fußboden- und Schaufensterdeko in Kiosken und im Bahnhofsbuchhandel.

(Foto: www.pixelio.de)

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Die Kleinen wissen am meisten – das ist erstaunlich. Gemeint sind die kleinen bzw. mittelständischen PR-Agenturen mit 51 – 100 Mitarbeitern. Diese kennen sich aus der Branche am besten mit den neuen Kommunikationsmedien aus. 22,4 Prozent der Web 2.0 Profis arbeiten in Unternehmen dieser Größe.

Knapp 42 Prozent aller befragten PR-Agentuten des aktuellen PR-Trendmonitors haben zwar schon viel gehört von Blogs, Podcasts & Co, kennen sich aber nicht damit aus. Bei den Pressestellen in den Unternehmen waren es sogar 53,2 Prozent. Andersrum: 10,9 Prozent der PR-Agenturen kennen sich gut aus und nutzen diese Medien täglich, bei den Pressestellen sind es nur 6,6 Prozent.

Was mich besonders erstaunt und auch freut: Im Branchenvergleich zeigt sich der Handel besonders innovativ: 35 Prozent geben an, im Umgang und im Einsatz mit den Tools versiert zu sein.

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Klein und schlau schlägt groß und dumpf.

(Jean-Remy von Matt)

hmmm ….

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Warum immer alles alleine machen – wenn doch zu zweit vieles einfacher, günstiger und wirkungsvoller ist. Gemeinsame Marketingaktionen zweier Unternehmen können für eine große Aufmerksamkeit sorgen. Nur dürfen dabei keine Fehler gemacht werden.

Bärbel Folten, Autorin des Buches “Kreative Verkaufsförderung leicht gemacht” rät dem Handel, intensiv über Marketingkooperationen nachzudenken. Überraschungen und Aufmerksamkeit können durch die gemeinsame Präsentation erreicht werden. In solchen Aktionen sieht Folten eine große Zukunft.

Ein Beispiel aus der Praxis: Das Schuhhaus Görtz hat in 75 Filialen in den ersten beiden Mai-Wochen für das Buch “Die Gläserin von Murano” geworben. Zu dieser Verbindung kam es , da Leserinnen von historischen Romanen eine hohe Affinität zu Schuhen und Mode haben sollen.

Für diese Kampagne wurde alle Werbekanäle beider Unternehmen einbezogen: Internet, Kundenmagazine und Plakate. Ergänzt wurde diese Maßnahmen durch ein Gewinnspiel, mit Gutscheinen für Bücher und Schuhe. Das Gewinnspiel war auch ein entscheidener Faktor, denn laut Ansgar Marchel, Merchanidising Görtz, es ist bei solchen Aktionen wichtig, dass die Kunden unmittelbar davon profitieren.

Ein weiterer Faktor: Die Aktion muss auch nach innen leben, das Personal muss einbezogen werden. Bei der Görtz/Rowohlt-Verlag Kampagne bekamen alle Görtz-Mitarbeiter das Buch vor der Kampagne geschenkt. Und waren somit selbst im Lesefieber.

Wichtig ist es auch, bei Gemeinschaftsaktionen den richtigen Umfang zu finden. Die Kampagne sollte so umfassend wie möglich aufgezogen werden, Minimallösungen haben schnell den Charakter einer einfachen Verkostung, so Marchel. Zudem ist der Zeitpunkt wichtig. Zu Sonderverkaufszeiten braucht so eine ungewöhnlich Aktion nicht starten, da haben die Konsumenten andere Dinge im Fokus.

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Das ist gut. Das kann ich nicht verkaufen.

( Walter Lürzer)

Oder die Frage, warum die Kunden immer das kaufen, was man sich selbst nie in den Warenkorb legen würde.

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prospektwerbungDer Handel gibt kräftig Geld aus. Keine andere Branche in Deutschland investierte 2006 mehr in Werbung. 2,5 Milliarden Euro sind ausgegeben worden, das ist ein Anstieg von 6,2 Prozent zu 2005.

Einen großen Anteil an den Werbebugdet des Handel trägt die Prospektwerbung. Doch viele Handelsunternehmen weichen immer häufiger von reinen Produktpräsentationen in den Werbemitteln ab. Die “neue Generation der Prospekte” erzählt. Der emotionale Anspruch an Prospekten ist in den letzten Jahren deutlich in den Vordergrund getreten. Anstatt eine reine “Auflistung” von preisaggressiven Produkten in die Briefkästen der deutschen Haushalte zu schicken, entwickeln viele Unternehmen mehr Themenprospekte und Lifestylemagazine. Was mit dem “Tchibomagazin” begann und uns jede Woche eine neue Welt bescherte, kommt auch langsam bei dem mittelständischen Einzelhandel an. Ausgesuchte Produkte werden beworben und um sie herum eine Geschichte gebaut. Ziel: Weg vom Produktkatalog und hin zu einer umfassenden Erzählweise. Denn die harten Informationen – also vor allem die Preise – suchen sich die Kunden bereits aus dem Internet. Mit der Kommunikationsleistung des Magazin schafft es der Handel, sich vom reinen Preiswettbewerb abzuheben. Der Nachteil ist: Der Erfolg ist nicht unmittelbar in der Kasse. Aber der Umsatz ist dafür am Ende um so höher. Welchen Anteil die reine Abverkaufswerbung und welchen die Emotionalität haben sollte – dafür gibt es keine allgemein gültigen Formeln. Aufwendige Produkte bedürfen einen höheren Anteil der Präsentation und der Erklärung. Auch die regionale Identität des Unternehmens ist ein Faktor bei der Einbindung der Kommunikationsleistungen.

Eine kleine “Zeitformel” hingegen gibt es. Kataloge sollten mindestens zweimal im Jahr erscheinen. Ein gutes Datum ist die Verbindung zu einem saisonalen Ereignis.

Magazine hingegen sollte mindestens einmal im Quartal auf den Weg gebracht werden. Um als Magazin wahrgenommen zu werden, sollte der Umfang von acht Seiten nicht unterschritten werden. Gerade hier ist es wichtig, dass die Storys an dem verfügbaren Produktsortiment ausgerichtet sind. Die redaktionelle Elemente sollten – wie bei allen Marketingmaßnahmen – auf die Zielgruppe ausgerichtet werden.

Die eigentliche Prospektwerbung sollte je nach Branche und Größe des Unternehmens ebenfalls mindestens vier mal im Jahr eingesetzt werden. Eine monatliche Streuung ist sicherlich für viele Einzelhändler sinnvoll, gerade in der Lebensmittelbranche wäre dies viel zu wenig.

(Quelle Foto: www.aboutpixel.com)

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