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Als wohl interessanteste Zielgruppe werden derzeit die Best-Ager angesehen. Aber auch die Marketingaktivitäten für die Zielgruppe Kinder scheinen immer wichtiger zu werden. Auch wenn die Kinder und Jugendlichen viele Dinge nicht selbst kaufen, nimmt ihr Einfluss an der Kaufentscheidung der Eltern immer mehr zu.

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Ebenso ist auch das Budget interessant, was die Kids zur Verfügung haben. Bereits sechs- bis achtjährige Kinder haben im Durchschnitt über rund 500 Euro zur Verfügung, in Form von Taschengeld, Geldgeschenken und Sparguthaben. Die neun- bis elfjährigen verfügen sogar über ca. 700 Euro.

Doch wichtig ist bei dieser Zielgruppe, dass schon mit Altersunterschieden von ca. zwei Jahren eine völlig andere Ansprache nötig ist. Was Kinder als vierjährige noch total klasse finden, ist bei der Einschulung schon Babykram. Je älter die Kids werden, desto deutlicher sind die Unterschiede:

Die Kleinsten: Mit ca. zwei Jahren fangen die Kinder an, nach Produkten zu verlangen und geben diese Bedürfnisse den Eltern auch deutlich zu verstehen.

Im Kindergarten: Im Alter von ca. drei bis vier Jahren lernen die Kinder erstmalig das Konsumverhalten Anderer kennen und stellen Vergleiche an. “Auch haben wollen” tritt hier das erste Mal in Erscheinung.

In der Grundschule: Der Einfluss auf das Kaufverhalten wächst bei Kindern zwischen fünf und zehn Jahren noch weiter an. Produkte und Marken werden zur Einstiegskarte in Cliquen und zu Freundschaften. Und in dieser Altersklasse fängt das regelmäßige Taschengeld an zu fließen. Die ersten unabhängigen Kaufentscheidungen werden getroffen.

Pre-Teens: Für die elf- bis zwölfjährigen werden Musik und Mode zu wichtigen Themen. Die einstigen Lieblingsmarken aus der Kiddy-Zeit werden abgelegt und neue Produkte und Marken prägen das Konsumverhalten.

Eine Empfehlung der vitawo-GmbH für das Familienmarketing: Eindeutige Codes mit Abbildungen, Farben und Schriften für jede Altersgruppe und Geschlecht. Durch diese Unterscheidungsmerkmale bilden sich eindeutige Marken mit denen sich die unterschiedlichen Altersklassen wiederfinden. Ein Produkt und eine Darstellung wird sich in allen Altersklassen verlieren. Und wichtig: Bis zu einem Altersunterschied von etwas zehn Jahren leben Mädchen und Jungen in zwei verschiedenen Welten und brauchen ebenso eine unterschiedliche Ansprache. Somit bedeutet Kinder-Marketing vor allem, den entsprechenden Nutzen des Produktes herauszustellen und auf die genaue Altersklasse und das Geschlecht auszurichten.

Und noch eins gibt vitawo mit auf den Weg: Jedes Klischee soll stimmen. Jungen stehen mehr auf Action und Sport, Mädchen lieben die Farbe pink und Romantik. Ein Heranwagen an die andere Gruppe kommt wenn dann nur von der Mädchen-Seite. Die interessieren sich schon mal eher für Sport als die Jungs für “den Weiberkram”.

Mögliche Maßnahmen für Kinder-Marketing:

  • TV-Spots für die schnelle Verbreitung und Eroberung des Massenmarktes.
  • Anzeigenwerbung selbst ist weniger interessant als bewegte Bilder, kann aber bei bereits eingeführten Produkten Wirkung zeigen.
  • Preisausschreiben, Promotion, Kinderclubs, Kinderzeitschriften als Beziehungs- und Bindungsmarketing können nur ein Teil des Marketingmixes sein und nicht als alleiniger Bestandteil eingesetzt werden.
  • Kinderclubs haben nur eine Chance, wenn sie einen echten Zusatznutzen bieten.
  • Internetangebote müssen vor allem kostenlos sein. Und hier ist zu beachten, dass die Kids erst ab einem Alter von ca. neun Jahren bewusst im Internet surfen. Zusätzlich zählt hier besonders der Nachteil, dass die Produkte nicht ausprobiert werden können.

Bei allem “Marketingdenken”, ich nehme mal die Business-Mütze ab: Wie weit man in diese Bereiche gehen sollte, und schon Kinder von Konsum beeinflussen möchte, muss jedes Unternnehmen aus moralischen Gründen selbst für sich entscheiden. Schließlich kann diese Konsumentengruppe viele Dinge noch nicht wirklich beurteilen und hat auch keine entsprechende Lobby.

Quelle: www.absatzwirtschaft-biznet.de und www.vitawo.de

Foto: www.pixelio.de

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