Was einige negativ mit “die Karten, die immer vor den Toiletten ausliegen” deklarieren, ist für andere eine derzeit noch schwach vertretende Möglichkeit der Werbung mit großem Potential.

Ambient Media - was so viel heißt wie die Integration von Werbung in die Lebens- und Freizeitwelten der Zielgruppen. Potentielle Kunden sollen an Orten ihrer Freizeit für Produkte angesprochen werden. Das kann im Kino, im Fitness-Center, aber auch im Flughafen, Taxi oder auf dem besagten WC geschehen. Also werden die Konsumenten an Orten und Zeiten angesprochen, wo sie länger verweilen. Ambient Media soll sich sinnvoll in das räumliche Gesamtkonzept integrieren, und nicht störend wirken. Durch eine genaue Auswahl der Locations ist eine zielgruppengerechte Ansprache mit geringen Streuverlusten möglich.

Die wohl bekanntesten Ambient-Werbeträger sind die kostenlosen City-Cards. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Ambientmedien wie Bierdeckel, Spiegelaufkleber, Kreidezeichnungen, Coffee-to-go-Becher, Banner und Aufstellern.

Aber nicht nur im B2C-Bereich ist Ambient interessant, auch im B2B-Bereich wird es inzwischen eingesetzt. Ein recht kostengünstiges und gleichzeitig wirkungsvolles Mittel ist die Werbung in Taxis. Auf den Rückseiten der Beifahrersitzen ist viel Platz für eine Werbebotschaft. Eine Möglichkeit, die auch VOX für eine Kampagne für die Serie “Six Feed Under” eingesetzt hat. Aber auch auf Flughäfen verbringen Geschäftskunden in den Lounges viel Zeit ohne große Abwechselung.

Derzeit wird Ambient Media größtenteils noch als zusätzliche Marketingmaßnahmen bei Kampagnen eingesetzt, also “on top”. Anscheinend ist aber ein Wandel zu erkennen, Ambient findet zunehmend seinen festen Platz im Mediamix. Karsten Warrik, Ambermedia Berlin, sieht in der Kombination von Ambient mit anderen Mediaformaten den großen Vorteil dieser Werbeform. Es sorgt für gute Erinnerungswerte bei Kampagnen.

Der Fachverband Ambient Media e.V. (FAM) liefert mit dem Ambient Media Barometer 2007 ein paar Zahlen.

  • 80 Prozent der Mediaagenturen gaben an, dass die Bedeutung von Ambient Media deutlich ansteigen wird. Das sehen auch 92 Prozent der Spezialvermittler, 85 Prozent der Werbeagenturen und 76 Prozent der Unternehmen so.
  • 88 Prozent der Befragten sehen als Zielgruppe für Ambient die bis zu 25jährigen.
  • Als mögliche Ziele sehen 81 Prozent Produkteinführungen und 76 Prozent Imageaufbau.
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Eine Antwort zu “Manchmal skurril, aber immer wirkungsvoll - Ambient Werbung”

  1. Manchmal skurril, aber immer wirkungsvoll - Ambient Werbung · Free cards sagt:

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