“All-in-one” immer weniger gefragt
Geschrieben von: Renate in Marketing allgemein | wong it!Viele deutsche Werbeagenturen bieten alles an. Alles, was man rund um Werbung und Marketing braucht. Dadurch verzetteln sich viele und bedienen einfach zu viele Medienkanäle. Das Ergebnis ist klar: Nicht auf allen Kanälen kann eine einzige Agentur ein Profi sein. Es wird also bewusst in Kauf genommen, dass die Kunden nicht optimal bedient werden. Wer alles bietet, verliert zudem an Profil. Abgewendet werden kann dies nur durch eine Konzentration und Stärkung der Kernkompetenzen.
Das Verzeichnis der Werbeagenturen (VdWa) hat 2006 zum zweiten Mal eine Studie durchgeführt, in der bundesweit 180 Marketingentscheider (knapp 3/4 typischer Mittelstand) zum Thema Agenturauswahl befragt wurden. Die wichtigste Erkenntnis daraus ist: Der Trend geht weg von Fullservice-Agenturen hin zu Spezialdienstleistern. Jedes der befragten Unternehmen beschäftigt im Durchschnitt 2,7 Agenturen. Letztes Jahr waren es noch 2,6 Agenturen. Gründe dafür sind laut Michal Maasmeier, Kölner Counterpartgruppe, unter anderem die Komplexität der Medienlandschaft und das wachsende Bedürfnis nach individueller Beratung. Eine Gefahr bei der Aufteilung an verschiedene Agenturen sieht Maasmeier aber darin, dass alle Einzelmaßnahmen unter ein konkretes Ziel gestellt werden müssen. Fehlt dies oder wird dies nicht ausreichend beachtet, ist die Schlagkraft der Spezialisten sehr eingeschränkt.
Hier der Ergebnis der Befragung der 180 Marketingentscheider in der Übersicht
- 0 Agenturen - 4 Prozent
- 1 Agentur - 26 Prozent
- 2 Agenturen - 18 Prozent
- 3 Agenturen - 26 Prozent
- 4 Agenturen - 14 Prozent
- 5 Agenturen - 6 Prozent
- 6 Agenturen - 4 Prozent
- 10 Agenturen - 2 Prozent
(Quelle: VdWa Studie 2007)














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