radiospot.jpg Hörfunk-Spots spielen in der Werbeplanung von kleinen und mittelständischen Unternehmen nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Zu Unrecht. Richtig eingesetzt, kann diese Marketingmaßnahme Bekanntheitsgrad, Sympathiewerte und Absatz des Unternehmens steigern.

Wie auch bei allen anderen Maßnahmen gilt auch hier: Nicht einfach drauf los, sondern wohlüberlegt planen.

Ein paar wichtige Faktoren zur Planung und Steuerung des Einsatzes:

Programmumfeld
Eine sehr entscheidene und strategische Frage: An wen richtet sich die Werbebotschaft. Die Antwort dazu gibt vor, welcher Sender, welches Programm und auch welche Machart in Frage kommt.

Machart
Ob originell erzählt, aufwändig inszeniert, oder schlicht und informativ - da scheiden sich die Geister und hängt auch entscheidend von Produkt/Leistung oder des werbenden Unternehmens ab. Wichtig ist, dass der Radio-Spot einen “Hinhörer” hat.

Spotlänge:
Die Standardlänge ist zwischen 15 und 20 Sekunden, gemäß Abrechnungsmodus bei den einzelnen Sendern. Wer auffallen will, schaltet einen Spot von 45 bis 60 Sekunden Länge.

Audio-Logo
Immer wieder unterschätzt, gerade von den kleinen Unternehmen: Die Wirksamkeit eines Audio-Logos. Ob Tonsequenz oder Firmenjingle, ein immer wieder kehrendes Ton-Logo erhöht die Aufmerksamkeit - für das Unternehmen sowie für die Radiospots selbst.

Schaltfrequenz
Ohne eine Mindestmaß an Schaltungen bleibt ein Spot leicht ungehört. Wiederholungen schaffen Aufmerksamkeit. Gerade bei beworbenen Aktionen oder Events sollten mindestens 5 Spots am Tag geschaltet werden, um die Reichweite zu erhöhen. Andersrum kann aber auch ein interessanter Spot gerade durch ein Minimum an Schaltungen besonders interessant werden.

Tageszeit
Die teuerste Schaltzeit muss nicht unbedingt die Beste sein. Je nach Zielgruppe kann es durch sinnvoll sein, die Spots nachmittags (z. B. Teens oder auch 50+) einzubuchen.

Neben den reinen Werbespots gibt es auch andere Möglichkeiten, im Hörfunk zu werben. Kurze Reminder zum Beispiel können den Hauptwerbespot mit entsprechend weniger Kosten unterstützen. Andere Möglichkeiten sind die Beteiligung an Gewinnspielen des Radiosenders, das Sponsoring von redaktionellen Serviceelementen (wie z. B. das Wetter, die Verkehrsnachrichten, etc.) oder die Unterstützung von Sondersendungen. Eine weitere Maßnahme ist das Informercial, welches der “redaktionellen Anzeige” einer Tageszeitung entspricht. Vorab als Werbung gekennzeichnet, wird in Form eines journalistischen Beitrags über firmenrelevante News berichtet.

Am erfolgversprechendsten ist der Einsatz von Radiowerbung als Mix mit anderen Maßnahmen wie z. B. Anzeigen oder Prospekten. Werbeaktionen, die sich nur auf ein Medium beschränken, erzeugen meist merklich weniger Resonanz. Der Crossmedia-Ansatz hingegen kann eine erhebliche Steigerung des Kundestroms bewirken.

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