Handel und Hersteller rücken näher zusammen
Geschrieben von: Renate in Handel POS VKF, Marketing allgemein | wong it!Der “Push-Effekt” alleine hat ausgedient. Die Industrie sieht sich nicht mehr nur für die Platzierung im Handel verantwortlich, sondern engagiert sich intensiver im Vertrieb ihrer Produkt beim Handel.
Ob Flagship-Store, Shop-in-Shop-Lösungen, Kooperations- oder Franchisemodell - Ziel ist es, die Marken besser zu inszenieren. In einer gemeinsamen Studie der Boston Consulting Group und dem Markenverband wurden Chancen und Risiken von Vertriebsallianzen und Hersteller-Outlets untersucht.
Aber Achtung, durch die Integration in den Handel trägt der Hersteller das doppelte Risiko - seins und das des Händlers. Davor warnt Stefan Rasch, Geschäftsführer bei der Boston Consulting Group. Aber dennoch könnten Hersteller durch eigene Handelsaktivitäten oder Vertriebspartnerschaften Wettbewerbsvorteile realiseren. Die Berater sehen die Chancen vor allem in der höheren Effizienz, in der Schärfung des Markenprofils , in der besseren Preiskontrolle und einem direkten Zugang zum Kunden.
Dagegen steht der hohe Investitionsbedarf, die hohen Anforderungen an das Management und die verändert Risikoverteilung der Hauptursachen. Daher ist es wichtig, aus einer breiten Palette von Vertriebsformen zu wählen.
Die meisten Unternehmen setzen dabei auf enge Kooperationsformen, die den Einfluss des Herstellers auf die Markenprofilierung erhöhen. Shop-in-Shop-Lösungen grenzen die Produktpräsentation optisch ab und können aufgrund einer einheitlichen Gestaltung die Marke in den Vordergrund stellen. Die enge Zusammenarbeit kann mit einem besseren Bestell-, Liefer- und Zahlungsverkehr für den Händler verbunden werden. Der Hersteller selbst kann über diesen Vertriebsweg noch direkter mit dem Abverkauf seiner Waren verbunden werden - zum Beispiel durch einen Informationsaustausch über Warenwirtschaftsysteme. Warenbestände, Lagerbestände, Renner und Penner im Markt können somit sofort ersehen werden - Schnelles Reagieren ist somit möglich.
Franchisesystem sind die zweithäufigst genutzte Möglichkeit. Das Nutzen etablierter Unternehmenskonzepte gegen Gebühr erfreut sich wachsender Beliebtheit.
Eigener Handel ist kein Muss. Alle Vertriebsformen haben ihre besonderen Chancen und Risiken. Den richtigen Vertikalisierungsmix findet man nur nach sorgfältiger Prüfung von Nachfrage- und Angebotssituation, Kapitalstärke, Kundenbedürfnissen und der Wettbewerbs- und Handelslandschaft“, erklärt BCG-Konsumgüterexperte Rasch. Der Berater geht jedoch davon aus, dass Handel und Hersteller noch enger zusammenrücken und sich die Vertriebsformate weiter ausdifferenzieren.














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