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Archiv für die Kategorie: Zielgruppenmarketing

Das war uns nicht ganz neu: Gut 80 Prozent der Kaufentscheidungen werden von Frauen gefällt.

Neu ist aber, dass die ehemaligen Unterschiede zwischen den Geschlechtern heute immer schneller schwinden sollen. Wir Frauen stehen laut aktueller Studie des Zukunftsinstitutes Kelkheim (Auftraggeber Gruner & Jahr Emotion Verlag GmbH) den Männern nichts mehr nach, weder bei der Technik noch bei der Karriere. Die Hälfte der Handys landen in Frauenhandtaschen und das Word Wide Web wird immer mehr von weiblichen Nutzern bevölkert. Auch bei der Nutzung von Consumer-Electronics holen die Frauen auf. Besonders ansprechend zeigt sich hierbei der Erwerb im Internet, um Zeit sparen zu können. Denn Zeit ist ein wichtiges Gut geworden, und steht gerade bei den Verbraucherinen für steigende Lebensqualität, Genuss und Wohlbefinden.

Weitere Ergebnisse der emotion Trendstudie: Die Frauen formulieren heute ihre Ziele konkreter und glauben fest an die Verwirklichung. 92 Prozent der Frauen wünschen sich dabei an erster Stelle wirtschaftliche Unabhängigkeit. 88 Prozent wünschen sich Kinder und auf Platz drei steht 85 Prozent der lebenslange Partner. Zielstrebigkeit zeichnet den weiblichen Teil der Generation aus, die Damen zwischen 25 und 30 können gegenüber den Herren gleichen Alters bessere Bildungsabschlüsse aufweisen. Neue Devisen bekennen das Selbstwertgefühl. Der Glaube an sich selbst dient der Erfüllung der Wünsche durch wachsendes Selbstvertrauen. Rund die Hälfte aller Frauen richten sich nach dem Motto: Ich weiß, was ich will und kann!, andere nützen den Optimismus als Strategie zum Glück.

Die komplette Studie kann unter www.guj.de runtergeladen werden.

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Als wohl interessanteste Zielgruppe werden derzeit die Best-Ager angesehen. Aber auch die Marketingaktivitäten für die Zielgruppe Kinder scheinen immer wichtiger zu werden. Auch wenn die Kinder und Jugendlichen viele Dinge nicht selbst kaufen, nimmt ihr Einfluss an der Kaufentscheidung der Eltern immer mehr zu.

kinder.jpg

Ebenso ist auch das Budget interessant, was die Kids zur Verfügung haben. Bereits sechs- bis achtjährige Kinder haben im Durchschnitt über rund 500 Euro zur Verfügung, in Form von Taschengeld, Geldgeschenken und Sparguthaben. Die neun- bis elfjährigen verfügen sogar über ca. 700 Euro.

Doch wichtig ist bei dieser Zielgruppe, dass schon mit Altersunterschieden von ca. zwei Jahren eine völlig andere Ansprache nötig ist. Was Kinder als vierjährige noch total klasse finden, ist bei der Einschulung schon Babykram. Je älter die Kids werden, desto deutlicher sind die Unterschiede:

Die Kleinsten: Mit ca. zwei Jahren fangen die Kinder an, nach Produkten zu verlangen und geben diese Bedürfnisse den Eltern auch deutlich zu verstehen.

Im Kindergarten: Im Alter von ca. drei bis vier Jahren lernen die Kinder erstmalig das Konsumverhalten Anderer kennen und stellen Vergleiche an. “Auch haben wollen” tritt hier das erste Mal in Erscheinung.

In der Grundschule: Der Einfluss auf das Kaufverhalten wächst bei Kindern zwischen fünf und zehn Jahren noch weiter an. Produkte und Marken werden zur Einstiegskarte in Cliquen und zu Freundschaften. Und in dieser Altersklasse fängt das regelmäßige Taschengeld an zu fließen. Die ersten unabhängigen Kaufentscheidungen werden getroffen.

Pre-Teens: Für die elf- bis zwölfjährigen werden Musik und Mode zu wichtigen Themen. Die einstigen Lieblingsmarken aus der Kiddy-Zeit werden abgelegt und neue Produkte und Marken prägen das Konsumverhalten.

Eine Empfehlung der vitawo-GmbH für das Familienmarketing: Eindeutige Codes mit Abbildungen, Farben und Schriften für jede Altersgruppe und Geschlecht. Durch diese Unterscheidungsmerkmale bilden sich eindeutige Marken mit denen sich die unterschiedlichen Altersklassen wiederfinden. Ein Produkt und eine Darstellung wird sich in allen Altersklassen verlieren. Und wichtig: Bis zu einem Altersunterschied von etwas zehn Jahren leben Mädchen und Jungen in zwei verschiedenen Welten und brauchen ebenso eine unterschiedliche Ansprache. Somit bedeutet Kinder-Marketing vor allem, den entsprechenden Nutzen des Produktes herauszustellen und auf die genaue Altersklasse und das Geschlecht auszurichten.

Und noch eins gibt vitawo mit auf den Weg: Jedes Klischee soll stimmen. Jungen stehen mehr auf Action und Sport, Mädchen lieben die Farbe pink und Romantik. Ein Heranwagen an die andere Gruppe kommt wenn dann nur von der Mädchen-Seite. Die interessieren sich schon mal eher für Sport als die Jungs für “den Weiberkram”.

Mögliche Maßnahmen für Kinder-Marketing:


  • TV-Spots für die schnelle Verbreitung und Eroberung des Massenmarktes.

  • Anzeigenwerbung selbst ist weniger interessant als bewegte Bilder, kann aber bei bereits eingeführten Produkten Wirkung zeigen.

  • Preisausschreiben, Promotion, Kinderclubs, Kinderzeitschriften als Beziehungs- und Bindungsmarketing können nur ein Teil des Marketingmixes sein und nicht als alleiniger Bestandteil eingesetzt werden.

  • Kinderclubs haben nur eine Chance, wenn sie einen echten Zusatznutzen bieten.

  • Internetangebote müssen vor allem kostenlos sein. Und hier ist zu beachten, dass die Kids erst ab einem Alter von ca. neun Jahren bewusst im Internet surfen. Zusätzlich zählt hier besonders der Nachteil, dass die Produkte nicht ausprobiert werden können.


Bei allem “Marketingdenken”, ich nehme mal die Business-Mütze ab: Wie weit man in diese Bereiche gehen sollte, und schon Kinder von Konsum beeinflussen möchte, muss jedes Unternnehmen aus moralischen Gründen selbst für sich entscheiden. Schließlich kann diese Konsumentengruppe viele Dinge noch nicht wirklich beurteilen und hat auch keine entsprechende Lobby.

Quelle: www.absatzwirtschaft-biznet.de und www.vitawo.de

Foto: www.pixelio.de

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Schon länger stellen sich die Best-Ager als neue, interessant Zielgruppe dar. Die Gruppe der 50-70Jährigen rückt immer in den Fokus der Werbebranche. Aber diese Zielgruppe nimmt Werbung anders wahr als andere Konsumenten. Dadurch ist hier eine besondere kommunikative Ansprache erforderlich. Denn wenn die Werbung den Best-Agern nicht anspricht, wird auch die gewünschte Wirkung nicht erreicht.

bestager.jpg

Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Forschungsinstitut phaydon research + consulting, die sich mit der Frage: “Wie nehmen Best Ager Werbung wahr” beschäftigt haben. Veranlasst wurde diese Studie nach Aussage von Daniel Reza Schmeißer, weil noch detaillierte Informationen zu dem Verhalten dieser Zielgruppe gefehlt haben. phaydon hat männliche und weibliche Best-Ager in psychologischen Tiefeninterviews und Gruppendiskussionen zum Mediennutzungsverhalten befragt. Ebenso wurden die Einstellungen zur Werbung, der Lebenssituation und die Wünsche an die besten Jahre dieser Zielgruppe erforscht.

Aus der Studie wurden vier Forderungen abgeleitet:



  • Authentizität: Best-Ager wollen Werbung, die sie als Zielgruppe authentisch abbildet, sowohl durch die Protagonisten als auch durch die präsentierten Lebensentwürfe. Dabei ist stilvolle, harmonische und ästhetische Darstellung wichtig.

  • Souveränität: Die Werbebotschaften müssen klar verständlich, pragmatisch und schnörkellos sein. Best Ager wollen ihren Lebensstatus wertgeschätzt wissen – insofern mögen Sie zwar moderne, aber keine aggressive, marktschreierische Ansprache.

  • Inspiration: Best-Ager erwarten Anregungen für ihre aktuelle Lebenssituation, ohne dass ihnen die eigene Endlichkeit vor Augen geführt oder Senioren-Klischees bedient werden. Vielmehr wird eine aktive, integrative Ansprache gefordert, die ihrem Bedürfnis, mithalten zu wollen, Rechnung trägt.

  • Nachhaltigkeit: Best-Ager mögen Beständigkeit, sie präferieren traditionelle und etablierte Marken und Produkte, die sie schon ihr Leben lang begleitet haben und die auch noch angeboten werden, wenn sie selbst nicht mehr sind.


In die einzelnen Werbeformen unterteilt heißt dies:

Printwerbung:

Hier bevorzugen Best-Ager geschmackvolle, bildliche Darstellungen mit Niveau. Sie suchen Inspirationen und Ideen, wie sie ihre finanziellen Mittel nutzen können, um ihren Lebensabend zu verschönern. Bei aller Ästhetik ist es aber auch wichtig, dass die Werbebotschaft klar und schnell zu erfassen ist. Ist der Inhalt der Werbung für diese Zielgruppe unverständlich, fühlen sie sich leicht verunsichert und ausgegrenzt.

Fernsehwerbung:

Hier sind Tonaliät und Schnittfolge entscheidend. Ein laut-agressiver und salopp Kommunikationsstil wird abgelehnt, schnelle und hektische Schnitte ebenfalls. Schön empfindet diese Gruppe Spots, die ein Gefühl von Harmonie und Sicherheit geben. Laut der Studie spricht dies das Gefühl der Best-Ager an, sich im Einklang mit sich selbst und der Welt zu befinden. Zudem reflektieren diese Spots, umsorgt zu sein.

Internet:

Best-Ager sind immer aktiver im Internet. Es wird von ihnen geschätzt, weil es ihnen die Möglichkeit gibt, sich über moderne, gesellschaftliche Entwicklungen zu informieren und sich persönlich weiterzuentwickeln. Aufdringliche Werbung im Netz, z. B. Pop Ups oder animierte Banner und mit Tonuntermalung, hat bei dieser Gruppe einen schweren Stand. Dazu kommen die Sicherheitsbedenken beim Anklicken von Bannern und Teasern. Angesprochen fühlen sich diese User durch inhaltliche Werbung, die sanft anspricht.

Der Projektleiter der Studie, Dr. Jörg Maas, schließt aus der Untersuchung: “Erst die Kenntnis und Berücksichtigung dieser Wahrnehmungs- und Einstellungsmuster erlaubt eine treffsichere Ansprache der anspruchsvollen Zielgruppe der Best-Ager”.

Die Studie “50plus – Wie nehmen Best-Ager Werbung wahr” kann bei phaydon käuflich erworben werden.

www. phaydon.de

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Die Altersgruppe 50plus schätzt E-Mail-Kommunikation als bedeutend ein und hat mehrheitlich vier oder mehr Newsletter abonniert. Dieser Internetuser sieht sich mit Vorliebe als Empfänger von elektronischer Post.

Diese Ergebnisse liefert ein von Customer Care & Consulting durchgeführte Online Panel mit 687 Teilnehmern über 50 Jahre.

Hier die Kurzfassung der interessanten Zahlen:


  • 68,9 Prozent gaben an, gerne Newsletter empfangen zu wollen

  • 59,4 Prozent lesen diese Newsletter meistens und 26,0 Prozent sogar immer

  • 67,2 Prozent klicken keine oder selten Links an (somit sollten die relevanten Informationen in dem Newsletter selbst stehen)

  • für 44,8 Prozent ist eine große Schriftart sehr oder eher wichtig, 45,8 Prozent hingegen ist dieser Aspekt egal

  • 40,1 Prozent gaben an, den Begriff “Blog” schon mal gehört zu haben, aber nur 32,2 Prozent hatten einen solchen schon mal gelesen

  • 11,1 Prozent aber haben schon einmal selbst gebloggt

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Sind die Web 2.0 Portale nur was für die “jungen” User?

Diese Frage beantwortet Thorsten Schwarz auf www.marketing-boerse.de. Eine eigens durchgeführte Studie belegt: Die über 40jährigen sind doch einiges lustloser am Web 2.0 als die jüngeren User. Mit steigendem Alter wird das neue Mitmach-Web weniger ausprobiert. Diese Aussage ergibt sich durch die Befragung von 1994 Online-Marketers.

Besonders aktiv sind die 20-30jährigen Nutzer, die sich gerne mit anderen im Netz treffen. 67 Prozent nutzen openBC/Xing, danach folgen gleich Stayfriends und YouTube mit 21 Prozent.
Bei den über Fünfzigjährigen hingegen sind nur 35 Prozent Mitglied bei Xing, und Stayfriends nutzen nur 6 Prozent. Nur etwas besser schneidet in der Altersklasse YouTube ab: 7 Prozent.

Ebenfalls ein großer Unterschied zeigt sich in der Bekanntheit von Reiseportalen. Während 36 Prozent der 20-40-Jährigen Holidayscheck kennen, sind es bei den über Vierzigjährigen nur 27 Prozent.

Interessant auch die Bereitschaft, Wissen zu teilen: „Während Jüngere ihr Wissen teilen, sind Ältere eher misstrauisch. Etwa jeder Zweite der unter Zwanzigjährigen kennt die Portale Mister Wong, del.icio.us und Digg. Ganz anders die über Vierzigjährigen: Nur jeder Dritte bis Fünfte kennt die Portale mit den interessanten Surftipps”.

Das Blog-Schreiben aber scheint keine großen Unterschiede zu kennen. Die Online-Tagebücher haben durch alle Altersklassen einen Bekanntheitsgrad von siebzig Prozent.

Die bekanntesten Web 2.0 Portale laut der marketing-börse sind durch alle Altersgruppen:

Wikipedia – 96,5 %
YouTube – 87,7 %
Xing – 81,1 %
Myspace – 75,3 %
blog.de – 69,7 %
Blogger – 68,0 %
Flickr – 65,5 %
StayFriends – 60,4 %
My Video – 59,6 %

(Anteil der Befragten, die das Portal kennen).

Und wer jetzt glaubt, dass somit das Web 2.0 für seine Zielgruppe nicht interessant ist, der sollte man daran denken, dass alle 35jährigen auch mal 40 werden. Und wer einmal mit dem Web “aufgewachsen”, der gibt das so schnell nicht wieder auf, nur weil er 40 wird, oder????

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Das Communication Research Centre von TNS Infratest hat mehr als 90.000 Personen aus Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Italien und den Niederlanden befragt. Herausgekommen ist:
Werbung sollte kreativ, amüsant, aber auch gleichzeitig informativ und glaubwürdig sein. Dann fühlen wir Konsumenten uns angesprochen. Somit soll werben demnach bedeuten, sich an Herz und Verstand des Kunden zu wenden.

Dabei sind in den europäischen Ländern ganz unterschiedliche Zahlen rausgekommen. Gerade die Spanien möchten mit 85 Prozent amüsante und kreative Werbung. Die Briten scheinen weniger Humor zu haben. Nur 13 Prozent fühlen sich von ironischer Werbung angesprochen, hingegen möchten 48 Prozent informative und 43 Prozent zuverlässige Werbung. Glaubwürdigkeit empfinden vor allem die Niederländer mit 63 Prozent und Spanier mit 72 Prozent als Merkmal einer guter Werbung. Erstaunlich: Wir als humorlos geltenden Deutschen wissen die Ironie zu schätzen (34 Prozent), und ziehen damit mit den Italienern gleich.

Unterschiede gibt es aber auch in den verschiedenen Altersklassen: Je älter, desto weniger witzig wünschen wir uns die Werbung. In der Gruppe der 15- bis 24-Jährigen Deutschen ist die informative Werbung relativ gering angesehen (23 Prozent). Die über 55-Jährigen schätzen dies aber mit bereits 58 Prozent.
Schaut man auf den Durchschnitt, wird die humorvolle Werbung von 70 Prozent aller Befragten vorgezogen. Somit können die europäischen Konsumenten insgesamt am besten mit witziger und einfallsreicher Werbung erreicht werden.

Allerdings: Witzig alleine reicht nicht. Werbung muss mehr leisten: “Sie sollte durch ihre kreative Inszenierung tiefer liegende soziale und emotionale Bedürfnisse der Zielgruppe ansprechen. Die Herausforderung liegt darin, die relevanten Bedürfnisse zu erkennen und zu erfassen”, so Henning Rossa, Director des TNS Infratest Communications Research Centre.

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